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Er schleifte seine Mutter 20 Meter mit dem Auto in Petrovec: festgenommen nach 100 Minuten - und davor?

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Er schleifte seine Mutter 20 Meter mit dem Auto in Petrovec: festgenommen nach 100 Minuten - und davor?

Eine 42-jährige Mutter, ein 24-jähriger Sohn, das offene Fenster eines Fiat mit Skopjer Kennzeichen und zwanzig Meter Asphalt. Das ist die gesamte Strecke, über die der Sohn laut Polizei seine eigene Mutter durch ein Dorf in der Gemeinde Petrovec schleifte.

Es geschah am 25. Juli um 18:50 Uhr. Laut Mitteilung der Skopjer Innenbehörde griff der junge Mann durch das offene Autofenster nach seiner Mutter, schleifte sie rund zwanzig Meter weit, ließ sie dort liegen und fuhr davon. Die Frau erlitt Körperverletzungen und wurde zur medizinischen Versorgung ins öffentliche Krankenhaus „St. Naum von Ohrid” gebracht. Er wurde um 20:30 Uhr festgenommen, also eine Stunde und vierzig Minuten nach der Tat.

Auffällig ist nicht das Tempo der Festnahme - das war in Ordnung. Auffällig ist, dass häusliche Gewalt in Mazedonien fast immer erst dann öffentlich wird, wenn es bereits eine Verletzung und ein Krankenhaus gibt. Es gibt keine Version dieses Vorfalls, in der zum ersten Mal jemand aggressiv wurde. Es gibt nur die Version, in der bis dahin niemand Anzeige erstattete - oder die Anzeige im Nichts endete.

Jetzt folgen Dokumentation des Falls und Anzeige. Kommen werden auch die Kommentare über den „Sohn aus der Hölle”, als wäre das eine Anomalie und nicht Teil eines viel größeren, gut bekannten Problems, das die Institutionen nach der Tat bearbeiten statt davor.

Offen bleibt, ob die Frau mehr bekommt als medizinische Hilfe und den Status der Geschädigten im Verfahren. Eine Schutzanordnung, einen sicheren Ort, eine Nachverfolgung des Falls. Das ist der Unterschied zwischen einem Staat, der reagiert, und einem Staat, der nur registriert.