Vergiftete Salami mit Lanate neben einem Kinderspielplatz in Kisela Voda: Ein Gramm tötet einen Menschen
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23.04.2026
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Es gibt Paläste, die für die Krone gebaut werden, und Paläste, die für den Staat gebaut werden. Christiansborg in Kopenhagen ist der seltene Fall, der beides ist - unter einem Dach sitzen das dänische Parlament, das Kabinett des Premiers und der Oberste Gerichtshof, und in denselben Sälen veranstaltet der König Staatszeremonien. Wenn ein Gebäude sowohl das Gesetz als auch die Krone beherbergt, ist ein Spaziergang durch es Geschichte und Politik in einem einzigen Ticket.
Die Geschichte beginnt vor langer Zeit - im Jahr 1167, als Bischof Absalon eine Festung auf der kleinen Insel Slotsholmen errichtete. Seither wechselten am selben Ort Burgen und Paläste, bis der prächtigste im Königreich gebaut wurde. Ein großer Brand 1794 vertrieb die Könige ins benachbarte Amalienborg, doch Christiansborg blieb das Herz der Staatsereignisse. Eben hier dankte kürzlich Königin Margrethe II. ab und wurde Frederik X. zum König ausgerufen - ein Generationswechsel, vollzogen zwischen diesen Mauern.
Für den Besucher gibt es drinnen mehr, als ein einziger Tag zu sehen schafft. Der Thronsaal und der Samtsalon, der Große Saal mit den Wandteppichen von Bjørn Nørgaard, die tausend Jahre dänischer Geschichte erzählen, die königlichen Küchen, die mittelalterlichen Ruinen unter dem Palast, die königlichen Stallungen. Ganz oben - der Turm mit dem höchsten Blick über Kopenhagen, von dem aus man Rundetårn, Nyhavn und Tivoli wie auf der Handfläche sieht.
Praktisch liegt der Palast 15 Minuten vom bunten Hafenviertel Nyhavn entfernt, die nächste Metro ist Gammel Strand. Der Eintritt kostet rund 29 Euro, geführte Touren rund 33, und wenn man mehr plant - der dreitägige Royal Palace Pass von rund 46 Euro umfasst auch Amalienborg und Rosenborg.
Der Balkanreisende, gewohnt, Festungen als Ruinen auf einem Hügel zu sehen, bekommt hier etwas anderes - ein lebendiges Gebäude, in dem die Geschichte nicht abgeschlossen ist, sondern jedes Mal weitergeschrieben wird, wenn das Parlament tagt. Kein Museum, in dem die Vergangenheit unter Glas liegt, sondern ein Ort, an dem Vergangenheit und Gegenwart eine Adresse teilen.
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