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Du denkst, du hast Akne - vielleicht ist es periorale Dermatitis, und die Behandlung ist völlig anders

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Wenn du denkst, du hast Akne, aber Behandlungen nicht wirken - vielleicht ist es keine Akne. Die periorale Dermatitis ist eine chronische entzündliche Hauterkrankung, die rund um den Mund (manchmal auch um Augen und Nase) auftritt und der Akne fast identisch sieht - rote Papeln, Entzündung, Juckreiz, Brennen. Der Unterschied liegt in den Ursachen und vor allem in der Behandlung.

Die Dermatologin Dr. Cristina Garcia Millan warnt: „Wir sehen steigende Fälle bei jüngeren Menschen wegen übermäßigen Kosmetikgebrauchs, oft ohne fachliche Anleitung." Hauptursachen der perioralen Dermatitis: längerer Einsatz topischer Kortikosteroide, übermäßiger Wechsel von Hautpflegeprodukten, hormonelle Veränderungen und okklusive Produkte (Vaseline, feuchte Auflagen). Das Paradox: Kortikosteroide - die übliche Behandlung für normale entzündete Haut - verschlimmern die periorale Dermatitis.

Die richtige Behandlung umfasst: topisches Metronidazol oder Ivermectin, orale Antibiotika (Doxycyclin in entzündungshemmenden Dosen) und Azelainsäure. Entscheidend ist auch der Wiederaufbau der Hautbarriere mit milden, nicht-okklusiven Produkten. Ist die Pflegeroutine lang und häufig - das ist das Erste, was zu reduzieren ist.

Der Unterschied zählt: Aknebehandlung und Behandlung der perioralen Dermatitis sind nicht dasselbe - und die falsche kann die Lage verschlimmern. Wenn etwas auf Standard-Aknetherapie nicht anspricht, lohnt sich der Gang zum Dermatologen, bevor das nächste Produkt drankommt.