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123 Jahre seit dem Tod von Goce Delčev: Der Lehrer, der zur Legende im Dorf Banitsa wurde

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Am 4. Mai 1903 wurde im Dorf Banitsa bei Serres Goce Delčev getötet - Lehrer, Revolutionär und einer der Gründer der TMORO, der Organisation, die den anti-osmanischen Kampf führte und den Ilinden-Aufstand vorbereitete. Heute jährt sich der Tag zum 123. Mal. Seine sterblichen Überreste werden in der Kirche Sveti Spas in Skopje aufbewahrt, wohin sie 1946 überführt wurden.

Heute legen Delegationen, Bürger und Politiker Blumen an seinem Grab nieder. Premierminister Mickoski nimmt an der Liturgie teil. Das Parlament wird den Staatspreis „Goce Delčev" für 2026 vergeben. Die Universität „Goce Delčev" in Štip hält ihre traditionelle Zeremonie mit Volksinstrumenten und Nationalhymne.

Delčev bleibt die Figur, auf die sich das ganze Land beruft - dessen Erbe aber selten ernsthaft diskutiert wird. Er war ein Lehrer, der zum Kämpfer wurde, einer, der das Klassenzimmer verließ, um Befreiungsnetzwerke aufzubauen. Sein meistzitierter Satz - „die Welt ist ein schlechter Witz" - klingt anders, je nachdem, wer ihn zitiert und warum. Mazedonien feiert ihn. Das ist schön. Ob Mazedonien ihn versteht - das ist die größere Frage.