Fünfzig Millionen Euro an einer fehlenden E-Signatur gescheitert: Warum Skopje in Bussen ohne Klima schmort
10.06.2026
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Wenn NASA Ende 2027 Menschen zum Mond zurückbringt - zum ersten Mal seit Apollo 17 im Jahr 1972 - werden die Astronauten in Raumanzügen mit der Signatur von Prada schreiten. Das Mailänder Modehaus entwirft in Zusammenarbeit mit Axiom Space den Anzug für die Mission Artemis 3, bei der zum ersten Mal eine Frau die Mondoberfläche betreten wird.
Der Raumanzug heißt AxEMU (Axiom Extravehicular Mobility Unit) und ist keine modische Grimasse: Er muss extreme Temperaturschwankungen am Südpol des Mondes aushalten und Außeneinsätze von bis zu acht Stunden ermöglichen. Pradas Handschrift zeigt sich in den lebhaften roten Linien, die an ihre technische Kollektion Linea Rossa erinnern. „Eine Brücke zwischen Spitzeningenieurskunst und ansprechender Ästhetik", wie Lorenzo Bertelli, Marketingdirektor der Gruppe und Sohn von Miuccia Prada, die Zusammenarbeit beschreibt.
Die wahre Innovation, die diesen Monat enthüllt wurde, ist von außen unsichtbar: ein Kleidungsstück zur Flüssigkeitskühlung und Belüftung - eine raffinierte Unterschicht mit Röhrchen, durch die kaltes Wasser über die Hauptmuskelzonen zirkuliert, damit der Körper bei der Arbeit in einem Druckanzug nicht überhitzt. Das System hat auch Reserve-Kühlkreisläufe - im Weltraum ist „ein Reserveplan" keine Floskel, sondern eine Überlebensbedingung. Der Anzug hat bereits erfolgreiche Tests in den Unterwassersimulationen der NASA bestanden.
Mode und Weltraum kennen sich bereits: Under Armour nähte für Virgin Galactic, Columbia für Intuitive Machines, und die Designer von Monse statteten letztes Jahr eine Mission von Blue Origin aus. Doch Prada auf dem Mond ist eine andere Liga - und eine Erinnerung daran, dass das italienische Haus die Technik schon immer geliebt hat: Vor etwa zwanzig Jahren brachte es einen Touchscreen-Telefon einen Monat vor dem ersten iPhone heraus.
Bleibt die Frage, die jeder Skeptiker stellt: Braucht ein Raumanzug wirklich ein Modehaus? Die Antwort der Ingenieure ist, dass er es nicht braucht - aber es stört auch nicht. Und für die Marke ist das Foto der ersten Frau auf dem Mond in einem Anzug mit roter Linie eine Werbung, die man nicht mit Geld kaufen kann. Alle werden es sich ansehen. Für immer.
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