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Parfum am Hals vor der Sonne hinterlässt einen Fleck, der monatelang verblasst: Was eine Expertin zum Sommerduft sagt

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Parfum am Hals vor der Sonne hinterlässt einen Fleck, der monatelang verblasst: Was eine Expertin zum Sommerduft sagt

Es gibt eine Gewohnheit, die wir alle haben: vor dem Ausgehen Parfum an Hals und Handgelenke. Im Januar ist das harmlos. Im Juli, wenn man sich danach in die Sonne setzt, ist es ein Rezept für Flecken, die länger auf der Haut bleiben als der Sommer dauert.

Das Problem ist nicht das Parfum, sondern was darunter liegt

Silvia Spera, Parfumexpertin, sagt es ohne Einschränkung: nicht direkt auf Haut auftragen, die der Sonne ausgesetzt sein wird, denn Alkohol und bestimmte Inhaltsstoffe können Flecken durch Photosensibilisierung verursachen.

Der Mechanismus ist einfach. Manche Duftmoleküle und Alkohol machen die Haut empfänglicher für ultraviolette Strahlung. Die Stelle, auf die man das Parfum gesprüht hat - Hals, Handgelenk, Dekolleté - ist genau die, die die Sonne am stärksten trifft. Das Ergebnis ist ein dunklerer Fleck an dieser Stelle, der dann Monate braucht, um zu verblassen.

Die Lösung, die keinen Verzicht verlangt

Auf die Kleidung sprühen, nicht auf freiliegende Haut. Stoff hält den Duft länger als die Haut und reagiert nicht auf Sonne. Wenn es doch Haut sein soll, dann an Stellen, die im Schatten bleiben - die Innenseite des Handgelenks unter dem Ärmel, der Hals unter dem Haar.

Die zweite Regel ist die Konzentration. Der Sommer verlangt kein Eau de Parfum, sondern ein Eau de Toilette - leichter, schneller flüchtig, passender für eine Temperatur, bei der jeder schwere Duft nach zwei Stunden unerträglich wird.

Was bei 35 Grad funktioniert und was nicht

Spera empfiehlt frische, leichte Noten: Eukalyptus mit seiner grünen Frische, Geranie, die an Rose mit einem Mentholton erinnert, Ingwer für einen pikant-zitrischen Ton. In dieselbe Gruppe gehören Kardamom, weiße Moschusnoten, Bergamotte, Limette und marine Noten.

Was nicht funktioniert, ist vorhersehbar: Amber, Vanille und Oud. Das sind Winterdüfte - in der Wärme werden sie schwer und hinterlassen statt einer Spur eine Wolke.

Sprühnebel: weniger Parfum, mehr Vernunft

Der Sommerfavorit sind Sprays auf Wasserbasis. Angel Fernandez von Armani Beauty erklärt die Technik: Man erzeugt eine kleine Wolke um sich, sprüht im Kreis und lässt den Nebel auf Haut, Haar und Kleidung fallen.

Der Vorteil liegt nicht nur in der Frische. Sie sind günstiger als klassische Parfums, leichter in der Tasche mitzunehmen und lassen sich über den Tag hinweg mehrfach auftragen. Die auf dem spanischen Markt genannten Preise liegen zwischen 29 und 59 Euro.

Diese ganze Geschichte läuft auf eines hinaus: Der Sommer verlangt nicht, auf Duft zu verzichten, sondern aufzuhören, ihn wie im November zu tragen. Das ist eine billigere Korrektur als jede Fleckencreme, die man im September sucht.