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Rugby-Publikum in Leicester pfeift Prinz Harry aus, sobald er auf der Großleinwand erscheint - Meghan isst am selben Abend mit Malala

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Rugby-Publikum in Leicester pfeift Prinz Harry aus, sobald er auf der Großleinwand erscheint - Meghan isst am selben Abend mit Malala

Prinz Harry ging zum Rugby, um abzuschalten, und bekam eine Erinnerung: Zu Hause warten nicht alle mit offenen Armen. Am Freitagabend in Leicester, beim Spiel der Leicester Tigers gegen Gloucester, saß der 42-jährige jüngere Sohn von König Charles III. mit Freunden und mit Tigers-Geschäftsführerin Andrea Pinchen auf der Tribüne. Sobald sein Gesicht auf der Großleinwand im Stadion erschien, begann ein Teil des Publikums zu pfeifen.

TNT-Kommentator Nick Mullins beschrieb die Szene live: „Ein Gesicht in der Menge, Prinz Harry, wieder zu Hause und wieder beim Rugby.“ Gleich danach fügte er hinzu: „Es gibt auch ein paar Pfiffe.“ Diplomatisch - so diplomatisch, wie ein Sportkommentator eben sein kann.

Das Spiel selbst erlebte Harry besser als den Empfang. Leicester holte einen Rückstand von 14 Punkten auf und gewann 38:31 - die erste Saisonniederlage für Gloucester. Harry reckte die Fäuste und klatschte mit seinem Freund ab. Rugby liebt er seit seiner Kindheit, und zumindest an diesem Abend ließ es ihn nicht im Stich.

Der Kontext erklärt den Empfang. Harry, Meghan Markle und ihre Kinder Archie (7) und Lilibet (5) leben seit Ende August in Großbritannien, nach sechs Jahren in Kalifornien. Seitdem reißen die Spekulationen über eine Versöhnung mit seinem Bruder, Prinz William, nicht ab. Doch eine Annäherung wirkt vorerst weit entfernt. Ein bekanntes Treffen mit dem Vater, König Charles III., gibt es nicht.

Sein letzter Solo-Auftritt war am 17. September, bei den ersten Invictus Spirit Awards im Old Royal Naval College in Greenwich, einer Welterbestätte. Er kam allein, obwohl spekuliert worden war, dass Meghan mitkommt - im Smoking, mit Orden am Revers und dem Kreuz eines Knight Commander des Royal Victorian Order um den Hals.

Meghan wiederum aß am selben Abend, während Harry beim Rugby war, mit Malala Yousafzai im Londoner Hotel Claridge's zu Abend. Ein Gast filmte die beiden an einem Ecktisch. Es war ihr erster öffentlicher Auftritt, seit die Familie die Jahre des Rückzugs in Kalifornien hinter sich gelassen hat. Zwei Abende, zwei Welten: er unter Fans, sie am Tisch mit einer Friedensnobelpreisträgerin.

Der Palast kann schweigen, die Boulevardpresse spekulieren - die Tribüne ist die schnellste Umfrage. Der Balkan kennt diese Geschichte gut: Wer nach Jahren heimkehrt, wird nicht immer mit Brot und Salz empfangen. Wie viele Pfiffe braucht es, bis Harry begreift, dass Heimkehr mehr ist als eine neue Adresse?