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Sofia lehnt die Änderungen ab, Polizeieinsatz in Saraj, 397 Millionen Euro Zinsen und Schlangen in Bogorodica

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Sofia lehnt die Änderungen ab, Polizeieinsatz in Saraj, 397 Millionen Euro Zinsen und Schlangen in Bogorodica

Sofia schließt die Türen, die Skopje offen gelassen hat

Einen Tag nach dem Treffen der Außenminister erklärte die bulgarische Außenministerin Welislawa Petrowa-Tschamowa vor den eigenen Abgeordneten, es gebe keine Neuverhandlungen und Verfassungsänderungen mit aufgeschobener Wirkung seien nicht akzeptabel. Die Aufnahme der Bulgaren in die Verfassung ist laut Sofia der erste notwendige Schritt. Premierminister Hristijan Mickoski sprach zur selben Zeit von der „Schönheit der Demokratie“ und von einem Dialog, der begonnen habe. Beide Ideen, mit denen Skopje in die Gespräche ging, hat Sofia abgelehnt oder nur zurückhaltend aufgenommen. Dialog gibt es - die Frage ist, ob eine Seite darin nur ihre Bedingungen wiederholt.

Saraj: ein Video, zwei Versionen und ein Ministerium, das vorerst prüft

Zwei junge Männer aus Saraj, 21 und 23 Jahre alt, sagen, Polizisten hätten sie auch dann noch geschlagen, als sie bereits überwältigt waren, mit gefesselten Händen. Die Unabhängige Polizeigewerkschaft erzählt eine ganz andere Geschichte: ein Einsatz gegen Drogenhandel, der Versuch, Polizisten zu überfahren, und eine entwendete Dienstwaffe. Das Innenministerium sagt bisher nur, die interne Kontrolle prüfe alle Umstände. Der Fall bekam schnell eine ethnische Färbung, obwohl die Streife laut inoffiziellen Informationen gemischt war. Welcher Nationalität der Polizist angehört, ist nicht die Frage. Die Frage ist, ob eine Uniform einen überwältigten Menschen schlagen darf - und wann das Ministerium die Antwort laut ausspricht.

Neue Schulden, um die alten zu bezahlen

Der Staat muss 500 Millionen Euro für die Euroanleihe von 2023 aufbringen, die nächstes Jahr fällig wird. Finanzministerin Gordana Dimitrieska-Kočoska kündigt eine neue Bürgeranleihe und neue Kredite im Ausland an. Allein die Zinsen werden 2027 rund 397 Millionen Euro kosten, mehr als die Hälfte der geplanten Investitionen. Die Staatsverschuldung soll drei Jahre in Folge über 60 Prozent des BIP liegen, und der größte Teil der Kürzungen im Nachtragshaushalt traf ausgerechnet die Investitionen. Bald sollen die Bürger dem Staat Geld leihen. Vorher sollten sie wissen, wofür.

Die Ölkrise wird zur Regel

Mickoski kündigte an, dass der Krisenzustand für Erdöl um weitere sechs Monate, bis April, verlängert wird. Gibt das Parlament erneut grünes Licht, wäre es die dritte Verlängerung in Folge. Im Juli ging der Beschluss mit 88 Ja-Stimmen und keiner einzigen Gegenstimme durch. Wenn der Ausnahmezustand automatisch verlängert wird, muss jemand klar sagen, nach welchen Kriterien eine Krise beginnt und nach welchen sie endet.

Feiertage, Rechte und Geld, das nicht ankommt

Die Wirtschaftskammer will weniger arbeitsfreie Tage. Minister Durmishi sagt, erworbene Rechte würden nicht gekürzt, und die Gewerkschaft erinnert daran, dass manche Beschäftigte bis heute keinen Zuschlag bekommen, wenn sie an Feiertagen arbeiten. Bevor man darüber streitet, wie viele Feiertage es geben soll, wäre zu klären, wer für sie überhaupt bezahlt wird.

Bogdanović, eine neue Partei und ein Gast aus Belgrad

Der frühere Bürgermeister von Centar, Saša Bogdanović, hat die Serbische Demokratische Liga gegründet, eine Partei, die sich auf eine Organisation von 1908 beruft und sich als offen für alle bezeichnet. Gast beim ersten Kongress war eine Vizepräsidentin der SNS, der Regierungspartei von Vučić in Serbien. Die Unterstützung der Belgrader Regierungspartei ist eine Tatsache, die die neue Partei erklären muss.

Schlangen unter dem Sitz in Bogorodica

Zöllner am Grenzübergang Bogorodica fanden sieben junge Schlangen und eine Eidechse unter dem Sitz eines Autos, das ein kosovarischer Staatsbürger fuhr - verpackt in Kisten und eingewickelt in Kopftücher. Darunter waren Pythons und eine Giftschlange, überwiegend geschützte Arten, für deren Einfuhr besondere Genehmigungen nötig sind. Gegen den Fahrer wurde ein Verfahren eingeleitet. Für wen die Tiere bestimmt waren, ist bislang unbekannt - und genau das ist der Teil der Geschichte, den man am dringendsten wissen möchte.

Skopje: kleinere Container, versprochene Blumenkioske

Die Stadt ersetzt ihre 3.200-Liter-Müllcontainer durch 3.300 kleinere mit 1.100 Litern, weil das städtische Unternehmen für die großen nur noch einen funktionierenden Lastwagen von vier hatte. Bürgermeister Gjorgjievski behauptet, er habe nur halb so viel bezahlt wie für die vorherigen - eine Zahl, die eine offengelegte Ausschreibung verdient. Außerdem verspricht die Stadt den Wiederaufbau der Blumenkioske „Roza“ nach Jahren des Verfalls, ohne zu sagen, was das kostet und wann sie öffnen.

Die Welt: russischer Diesel und slowenische Referenden

Washington hat russischem Diesel den Weltmarkt geöffnet - mehr als 4,8 Millionen Tonnen, mit einer US-Lizenz bis April 2027 und ohne ein einziges öffentlich bestätigtes russisches Zugeständnis für Frieden. Die Ukraine antwortete mit Drohnen auf Rostow. Näher an der Heimat stimmt Slowenien heute in vier Referenden ab, und Mazedonier ohne slowenischen Pass haben ihr Wahlrecht bei Kommunalwahlen bereits verloren.

Prilep, Bitola und Vardar

Prilep beging 85 Jahre seit der Nacht, in der sechzehn Partisanen die bulgarische Besatzungswache und das Gefängnis angriffen und damit den Beginn des Aufstands markierten. In Bitola kochte beim ersten „Čkembe Fest“, dem Festival der Kuttelsuppe, die Crew des Motorradclubs „Konzuli“ die beste Suppe, auch wenn der Grand Prix an das Restaurant „Korzo“ ging. Und in der Handball-Champions-League wartet Vardar weiter auf den ersten Punkt, während der Däne Gidsel 17 Tore erzielte und den Rekord von Chuchi Martínez einstellte.

Durch den schwereren Teil des Tages zieht sich ein Faden: Sofia, das Innenministerium, das Finanzministerium und die Regierung haben weniger gesagt, als sie offen ließen. Die Antworten kommen vorerst als Ankündigungen, Verlängerungen und interne Prüfungen. Die Öffentlichkeit hat ein Recht auf Fristen, Zahlen und Namen.

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