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Der Puder-Bronzer geht: warum der Stick einen Teint gibt, der wie Haut aussieht, nicht wie eine Schicht

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Der Puder-Bronzer geht: warum der Stick einen Teint gibt, der wie Haut aussieht, nicht wie eine Schicht

Der Puder-Bronzer geht langsam, und an seine Stelle tritt das Creme-Format im Stick - und das ist keine Laune der Industrie, sondern simple Logik. Creme-Texturen schmelzen in die Haut, statt auf ihr zu sitzen, sie werden schrittweise aufgetragen und hinterlassen ein frischeres Aussehen, ohne jene schwere, matte Maske, die Puder erzeugen kann, wenn man zu viel davon nimmt.

Das Geheimnis steckt nicht im Produkt, sondern im Ort des Auftrags. Die Idee ist, genau jene Partien des Gesichts zu betonen, auf die die Sonne natürlich fällt - die oberen Wangenknochen, die Schläfen, der Haaransatz, der Nasenrücken, und für einen monochromen Effekt auch die Augenlider. Nicht überall, sondern dort, wo auch eine echte Berührung der Sonne eine Spur hinterlassen würde.

Make-up-Artists empfehlen eine einfache Reihenfolge: den höchsten Punkt des Wangenknochens finden, Striche von der Gesichtsmitte zu den Ohren nach oben ziehen, weiter zur Stirn, Nase und zum Kiefer, und - am wichtigsten - alles gut verblenden, damit keine sichtbaren Linien entstehen. Oben ein wenig terrakottafarbenes Rouge auf dem unteren Teil der Wangen, und der Look ist fertig. Die warmen Töne, heißt es, erzeugen einen "sofortigen optischen Effekt von Erholung und Licht".

Dass der Trend Wurzeln schlägt, sieht man daran, wer ihn trägt. Hailey Bieber brachte kürzlich genau einen solchen Creme-Bronzer im Stick für ihre Marke heraus, und dieselbe Technik nutzen auch Kaia Gerber und andere. Doch hinter der ganzen Geschichte steckt etwas Lebensnäheres als die Stars: Nach einer langen Zeit, in der das Ziel war, auszusehen wie frisch aus dem Urlaub, gibt die Kosmetik endlich zu, dass der schönste Teint der ist, der wie Haut aussieht, nicht wie eine Schicht darüber. Weniger Produkt, ein natürlicheres Ergebnis - selten gibt die Mode einen solchen Rat.