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Ronaldo verließ Portugals Trainingslager mit der Botschaft „Zur richtigen Zeit werde ich die Wahrheit sagen“, und Georgina antwortete mit einem einzigen Herz

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Ronaldo verließ Portugals Trainingslager mit der Botschaft „Zur richtigen Zeit werde ich die Wahrheit sagen“, und Georgina antwortete mit einem einzigen Herz

Zwei Spiele auf der Bank: Diesen Preis war Cristiano Ronaldo offensichtlich nicht bereit zu zahlen. Nach dem Spiel gegen Norwegen, in dem er nicht eingewechselt wurde, und nachdem der Nationaltrainer bestätigt hatte, dass er auch gegen Dänemark nicht spielen wird, packte der Rekordtorschütze der portugiesischen Nationalmannschaft seine Sachen und reiste ab.

Die Nachricht kam nicht vom Verband, sondern von ihm selbst, in den sozialen Netzwerken. „Nach der Pressekonferenz des Nationaltrainers und nach einem Gespräch mit dem Präsidenten des Portugiesischen Fußballverbands habe ich entschieden, das Trainingslager der Nationalmannschaft zu verlassen“, schrieb der Spieler von Al-Nassr. Keine Details, keine Vorwürfe mit Namen, aber ein Satz, der eher nach Kriegserklärung klingt als nach Abschied.

„Zur richtigen Zeit werde ich allen Portugiesen die Wahrheit über die Gründe sagen, die zu meinem Abschied von der Nationalmannschaft geführt haben, der ich immer verbunden war“, so Ronaldo. Und weiter: „Jetzt ist der Moment, Portugal und allen meinen Mitspielern Glück zu wünschen, ohne Ausnahme.“ Dieses „ohne Ausnahme“ ist der interessanteste Teil des ganzen Posts. Wer so betont, keine Ausnahme zu machen, meint meist genau jemanden.

Der Post bekam Tausende Reaktionen. Eine davon kam von Georgina Rodríguez, die darunter nur ein Herz hinterließ und dann das Foto teilte, das Cristiano mit der Erklärung veröffentlicht hatte: er im Hoodie der Nationalmannschaft, ernst, vor dunklem Hintergrund. Kein einziges Wort. Aber in Ronaldos Welt ist auch ein Herz eine Erklärung.

Die Familie ist sein Rückhalt, wenn es auf dem Platz nicht nach seinem Willen läuft. Ronaldo lebt in Riad, wohin er nach seiner Unterschrift bei Al-Nassr mit Georgina und den Kindern zog: Cristiano Junior (16), die Zwillinge Eva und Mateo (9), Alana Martina (8) und die Jüngste, Bella Esmeralda (4). Im vergangenen August sagten die beiden nach einem Jahrzehnt Beziehung endlich Ja, bei einer kleinen Zeremonie im neuen Zuhause in Cascais.

Die Frage, die Portugal jetzt spaltet, ist einfach: Ist das das Ende der längsten Nationalmannschaftsgeschichte des Landes oder nur eine weitere Runde im Kampf eines alten Champions gegen die Zeit? Trainer kommen und gehen, Legenden bleiben. So denken jedenfalls die Legenden. Wie viel Gewicht die angekündigte „Wahrheit“ hat, hängt davon ab, wie lange er wartet, sie auszusprechen.