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Silvia von Schweden: 50 Jahre Königin ohne königliches Blut - und genau deshalb hält sie sich

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Silvia von Schweden: 50 Jahre Königin ohne königliches Blut - und genau deshalb hält sie sich

Fünfzig Jahre auf der königlichen Bühne. Silvia von Schweden - eine Frau ohne schwedische Wurzeln, ohne adlige Herkunft, bekannt allein durch ihre Intelligenz und ihr Lächeln bei den Olympischen Spielen in München - feiert heute ein halbes Jahrhundert, seit sie König Carl XVI. Gustaf heiratete und damit einen der konservativsten Königshöfe Europas betrat. Fünfzig Jahre später hat sie nicht nur durchgehalten - sie ist das Gesicht der schwedischen Monarchie.

Der Anfang war kein ebener Weg. Silvia Sommerlath lernte den König 1972 in München kennen, wo sie als Dolmetscherin bei den Olympischen Spielen arbeitete. Keine Erfahrung als Königin, keine Erblinie. Vier Jahre später, im März 1976, wurde die Verlobung offiziell. Sie trat in eine Familie mit strengen Regeln und Protokollen ein - und lernte sie alle.

Fünfzig Jahre königlicher Ehe sind eine seltene Sache. König Carl XVI. Gustaf hatte den Thron schon 1973 bestiegen, vor ihrer Hochzeit. Sie waren zusammen durch Studentenunruhen, Finanzkrisen, Skandale, eine Pandemie, die digitale Transformation der Monarchie - und stehen noch immer am selben Ort, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.

Silvia ist heute vor allem im humanitären Bereich aktiv - Kinderschutz, gefährdete Gruppen, der Kampf gegen soziale Ausgrenzung. Das ist keine dekorative Rolle. Sie gründete oder begründete Organisationen mit messbarer Wirkung mit. In einer Ära, in der Monarchen unter ständigem Druck stehen zu beweisen, warum sie überhaupt existieren, scheint Silvia die Antwort längst gehabt zu haben.

Zum Jubiläum veröffentlichte der schwedische Hof bislang unveröffentlichte Fotografien - aufgenommen in natürlicher Umgebung, in traditioneller schwedischer Tracht. Eine Botschaft ohne Worte: 50 Jahre, und sie ist noch immer dieses Land.