Skip to content

Arbeitslosigkeit von 12,5 auf 11,3 Prozent gesunken, 17.000 neue Beschäftigte: Was die Zahlen sagen - und was sie verschweigen

1 Min. Lesezeit
Teilen
Arbeitslosigkeit von 12,5 auf 11,3 Prozent gesunken, 17.000 neue Beschäftigte: Was die Zahlen sagen - und was sie verschweigen

Zahlen sind eine gute Sache - wenn sie stimmen und etwas Reales hinter ihnen steht. Laut offiziellen Daten des Statistischen Staatsamts stieg die Zahl der Beschäftigten in Mazedonien um rund 17.000 Personen gegenüber 2024, und die Arbeitslosenquote sank von 12,5 auf 11,3 Prozent. Zahlen, die die Regierungsseite gern als Beweis hervorholt, dass ihre Wirtschaftspolitik Ergebnisse liefert.

„Das sind keine politischen Einschätzungen, sondern offizielle Daten des Statistischen Staatsamts", betonte der Abgeordnete Stojanoski und präsentierte die Zahlen als unbestreitbar. Und tatsächlich stammt die Statistik von einer zuständigen staatlichen Institution - das ist nicht strittig. Strittig ist stets, was sich hinter den Prozenten verbirgt.

Denn die Arbeitslosenquote kann auf mehrere Arten sinken, nicht alle gleich gut. Wächst die Zahl hochwertiger, gut bezahlter Arbeitsplätze, oder kommt ein Teil des Rückgangs von Menschen, die ausgewandert sind und schlicht nicht mehr als arbeitslos zählen? Wie viele der neuen 17.000 Stellen sind im realen Sektor, wie viele in der Verwaltung? Diese Fragen beantwortet die Statistik für sich genommen nicht.

Die Arbeitslosigkeit in einem einzigen Jahr um mehr als einen Prozentpunkt zu senken, ist keine Kleinigkeit und verdient festgehalten zu werden. Aber die Bürger spüren keine Prozente - sie spüren den Lohn am Monatsende und die Preise im Geschäft. Wenn die Zahlen steigen, der Lebensstandard aber stehen bleibt, dann stimmt die Statistik zwar, aber die Geschichte ist unvollständig.