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Trump sagte, Meloni habe ihn um ein Foto angefleht: Italien sagt Washington-Besuch ab

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Trump sagte, Meloni habe ihn um ein Foto angefleht: Italien sagt Washington-Besuch ab

Trump sagte, Meloni habe ihn beim G7 um ein Foto "angefleht." Meloni entgegnete, das sei erfunden. Italiens Außenminister sagte seinen Besuch in Washington ab. Ein diplomatischer Skandal in fünf Sätzen - und ein treffendes Bild davon, wie die amerikanisch-europäische "Zusammenarbeit" heute aussieht.

Antonio Tajani, Italiens oberster Diplomat, sollte am 21. und 22. Juni nach Washington reisen, zu Treffen mit Außenminister Marco Rubio und zur Teilnahme an einem italienisch-amerikanischen Forum in Miami. Er sagte alles ab. Der Grund: Trumps Äußerungen über Meloni, die laut Tajani "ganz Italien beleidigt" hätten.

In einem Interview behauptete Trump, die italienische Premierministerin habe ihn beim G7 um ein gemeinsames Foto "angefleht," und er habe es aus Mitleid getan. Meloni sagte in einer Videobotschaft, Trump habe "eine vollständige Unwahrheit verbreitet" und sie sei "wahrhaft schockiert." Dann folgte ein zweiter Schlag - Trump erklärte, er wolle Meloni nicht "als Verehrerin," weil Rom die amerikanische Militäraktion gegen den Iran nicht unterstützt habe.

Das ist eine lehrreiche Geschichte. Trump und Meloni galten als natürliche Verbündete - zwei rechte Populisten auf derselben Wellenlänge. Die Realität ist, dass jedes souveräne Interesse früher oder später mit Trumps Ego kollidiert. Iran, Katar, Ukraine - Europa entdeckt, dass "ein gutes Verhältnis zu Washington" in dieser Ära nichts garantiert. Es ist keine Überraschung. Eine Überraschung ist es nur für jene, die nicht zugehört haben.