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Venedig in 24 Stunden: Eine Route durch das Schönste ohne die Hast, die den Zauber tötet

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Venedig in 24 Stunden: Eine Route durch das Schönste ohne die Hast, die den Zauber tötet

Venedig überfliegt man nicht - man saugt es auf. Aber wenn Sie nur einen Tag haben, kann sich die Stadt Ihnen dennoch ganz öffnen, sofern Sie wissen, in welcher Reihenfolge man sie betrachtet. Hier ist eine Route durch das Wichtigste, ohne die Hast, die den Zauber tötet.

Der Morgen beginnt auf dem Markusplatz - jenem, den Napoleon „den schönsten Salon Europas“ nannte. Steigen Sie auf den Campanile für einen Blick aus der Vogelperspektive, betreten Sie die Basilika mit ihren achttausend Quadratmetern goldener Mosaike und setzen Sie sich in eines der historischen Cafés, Florian oder Quadri. Bis Mittag besichtigen Sie den Dogenpalast - den Sitz der venezianischen Macht, mit der Treppe der Giganten und Sälen, geschmückt mit Werken von Tizian und Tintoretto, verbunden mit dem alten Gefängnisgebäude durch die berühmte Seufzerbrücke.

Zum Mittagessen entfliehen Sie der Menge im verwinkelten Viertel San Polo, wo die Osterien eine echte venezianische Atmosphäre bewahren. Der Nachmittag gehört der Kunst: Die Basilika Santa Maria Gloriosa dei Frari birgt Tizians „Himmelfahrt“, und die Scuola Grande di San Rocco ist fast vollständig mit Werken von Tintoretto bedeckt - „das totale Museum der Renaissance“.

Statt einer teuren Gondel steigen Sie auf das Vaporetto - den Wasserbus der Stadt - und fahren über den Canal Grande, ein Freilichtmuseum gotischer, Renaissance- und Barockpaläste, an der Rialtobrücke vorbei bis zur Insel Lido. Beenden Sie den Tag auf der Insel San Giorgio Maggiore, gegenüber von San Marco, mit einem Blick, der die ganze Mühe lohnt.

Venedig ist teuer, überfüllt und versinkt langsam - aber genau deshalb sieht jeder seiner Winkel aus, als sähe man ihn zum letzten Mal. Und vielleicht sollte man es genau so sehen.