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Den Brautstrauß band sie in der Nacht vor der Hochzeit selbst, aus Blumen ihrer Liebsten: Braut Victoria und ihre Hochzeit in Buenos Aires

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Den Brautstrauß band sie in der Nacht vor der Hochzeit selbst, aus Blumen ihrer Liebsten: Braut Victoria und ihre Hochzeit in Buenos Aires

Die Nacht vor der Hochzeit verbrachte Victoria zwischen den Blumen, die ihr Verwandte und Freunde geschickt hatten, und band daraus selbst ihren Brautstrauß. Statt eines fertigen Arrangements aus dem Blumenladen trug sie ein Stück von jedem in den Händen, der sie liebt.

Die Braut hat spanische und argentinische Wurzeln. Sie heiratete Gianmarco am 20. Dezember in Buenos Aires, nach neun gemeinsamen Jahren. Er hatte ihr in Uruguay einen Antrag gemacht, am Strand, bei Sonnenuntergang. Die Hochzeit, sagt sie, sollte die beiden Welten verbinden: „Ich suchte eine Mischung aus spanischer Eleganz und argentinischem Bohème-Geist, immer mit Subtilität.“

Das trug sie auch am Körper. Das Kleid stammt von Designerin Alejandra Valero: ein trägerloses, wandelbares Modell aus Seidenshantung, mit abnehmbarem Tüllcape, bestickt mit Blumen aus goldenem Lurex. An den Ohren trug sie alte Ohrringe, ein Geschenk ihrer Großmutter, die nicht dabei sein konnte. An den Füßen Sandalen aus grünem Leinen mit Absatz von Flordeasoka, später gegen flache Stiefel getauscht, die Haare zu einem tiefen Dutt gesteckt, das Make-up natürlich.

Die Trauung fand im Argentinischen Polo-Verband statt, unter freiem Himmel, die Zeremonie auf einem Weg zwischen Bäumen. Für die Feier wurde ein Zelt im Beduinenstil aufgebaut, in dem Abendessen und Party stattfanden. Die Dekoration begann während der Zeremonie in Weiß und nahm dann gelbe, orange und zartrosa Töne an, mit Zitronen und Limetten, Kerzen und Lampen aus Korbgeflecht.

Organisiert wurde die Hochzeit von der Agentur Plan Events, doch der wichtigste Teil ließ sich für das Brautpaar nicht mieten: die Gelübde, die sie selbst geschrieben hatten. „Es war uns wichtig, vor unserer Familie und unseren Freunden auszusprechen, was wir fühlen“, erzählt Victoria.

Auf dem Balkan ist eine Hochzeit ein Familienprojekt, mit Trauzeugen, Tanten und Großmüttern, die bei allem mitreden, von der Musik bis zur Sarma. Diese Hochzeit am anderen Ende der Welt nutzt das Balkan-Rezept auf leisere Art: Omas Ohrringe, Blumen von den Liebsten und ein paar laut gesprochene Sätze. Ist es nicht genau das, woran man sich am Ende am längsten erinnert?