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Leonie Hanne im Dorchester - zwei Brautkleider, eine kleine Feier und eine Lektion für europäische Familien

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Die deutsche Mode-Influencerin Leonie Hanne hat Aleksandar Galijevski in London geheiratet, in einer intimen standesamtlichen Zeremonie im Hotel Dorchester. Das Paar plant bereits eine größere Hochzeit in Italien, doch zuerst entschied es sich für die britische Hauptstadt im engsten Kreis.

Für die Tageszeremonie wählte Hanne das Modell "Ginger" der ukrainischen Brautmarke Milla Nova. Ein Seidensatinkleid mit asymmetrischen Trägern, in Meerjungfrauen-Silhouette, mit drapierten Details, betonten Korsetnähten und abnehmbarer Schleppe. Stylisch kombiniert mit einem Schal um den Hals, maßgefertigten Schuhen von Aquazzura und Schmuck von Chopard. Schlicht, aber nicht gewöhnlich.

Der Raum war in Weiß- und Beigetönen gestaltet. Jo Malone-Kerzen auf den Tischen. Blasse Blumenarrangements. Textilien im Design von Creusa Studio. Alles im Geist gebildeter Diskretion - weniger Vegas, mehr London.

Für den Empfang wechselte Hanne in eine Kreation des libanesischen Designers Georges Hobeika. Trägerloses Dekolleté, mit feinen Perlen und dezenter Stickerei - die Kombination, die in den letzten Jahren zur Signatur seiner Abendbrautmoden geworden ist.

Die Gästeliste war gemischt, doch für viele stachen drei Namen aus der britischen High Society hervor - Lady Kitty Spencer, Enkelin von Prinzessin Diana, in der Farbe "Grünperle". Und die Zwillinge Lady Amelia (grünes Halterkleid) und Lady Eliza Spencer (gelbes trägerloses Kleid) - alle aus dem spanisch-britischen Zweig der Spencer-Familie. Auch Schauspieler Ed Westwick mit seiner Frau Amy Jackson, die 2024 heirateten, war anwesend.

Für Leser auf dem Balkan, die Hochzeiten als ernste Angelegenheit sehen, ist das eine Hochzeit mit einer interessanten Botschaft. Das Paar machte keine Show, lud nicht Tausende ein, gab keine dreiseitigen Zeitschrifteninterviews. Und doch - mit einem Namen, zwei Kleidern und einem Ort drehte es die ganze Modewelt. Das ist es, was viele Balkan-Familien nicht zu verstehen scheinen: kleineres Budget heißt nicht kleinere Hochzeit. Manchmal heißt weniger Masse mehr echte Präsenz der Gäste. Das ist die Lektion, die Hanne aus dem Dorchester mitnimmt - nicht neu, in letzter Zeit aber selten beherzigt.