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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Das durchschnittliche Renteneintrittsalter in der Europäischen Union steigt bis Ende der 2060er Jahre von 64,7 auf 66,9 Jahre für Männer und von 64 auf 66,6 Jahre für Frauen. Das ergibt eine Analyse auf Basis von OECD-Daten aus 32 Ländern, veröffentlicht im Bericht „Pensions at a Glance 2025".
Erhöhungen sind für Männer in 21 der untersuchten Staaten geplant, für Frauen in 24. Das ist also nicht die Ausnahme - das ist die Regel.
Dänemark bis 74
Am weitesten geht Dänemark. Die Projektion für Ende der 2060er liegt bei 74 Jahren. Estland geht auf 71. Italien, die Niederlande, Schweden und Zypern auf 70.
Den größten Sprung macht die Türkei - von heute 52 Jahren für Männer auf 65, ein Unterschied von 13 Jahren in einem Zug. Dänemark legt sieben drauf, Estland über sechs, Italien, die Slowakei und Zypern jeweils fünf und mehr.
Die höchste Grenze haben heute Dänemark, Norwegen, Island und die Niederlande mit 67 Jahren für Männer.
Die Zahl, die die ganze Geschichte erklärt
Im Bericht steht ein Satz, der mehr wert ist als alle Tabellen: Im OECD-Durchschnitt wird die Zahl der über 65-Jährigen je 100 Personen im Alter zwischen 20 und 64 Jahren voraussichtlich von 33 im Jahr 2025 auf 52 im Jahr 2050 steigen.
Mit anderen Worten: weniger Menschen, die einzahlen, mehr Menschen, die entnehmen. Für diese Rechnung braucht es keine Ideologie.
Der Balkan kennt diese Szene, nur von der anderen Seite. Hier kommt zum demografischen Druck hinzu, dass ganze Generationen weggegangen sind, sodass ihre Beiträge jetzt in fremde Kassen fließen. Einundzwanzig europäische Kabinette haben sich bereits hingesetzt und die unpopuläre Zahl aufgeschrieben. Wird das hier jemand tun, bevor es dringend wird - oder warten wir, bis die Projektion von allein eintrifft?
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