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Levica: Bürgermeister von Struga erklärte sich für nicht zuständig für die Kriminalität an den Stränden

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Levica: Bürgermeister von Struga erklärte sich für nicht zuständig für die Kriminalität an den Stränden

Es gibt einen Satz, den jeder Bürger mindestens einmal von irgendeinem Funktionär gehört hat: „Das fällt nicht in meine Zuständigkeit." Nun soll, laut der oppositionellen Levica, denselben Satz auch der Bürgermeister von Struga gesagt haben, als es um die Kriminalität an den Stränden des Ohridsees ging.

In der letzten Sitzung des Gemeinderats von Struga habe der Bürgermeister Kira, so behauptet Levica, skandalös erklärt, er habe keinen Mechanismus, um jene Personen zu entfernen, die seit Jahren illegal die Strände besetzen und dafür kassieren. Mit anderen Worten - das Problem existiert, die Bürger sehen es jeden Sommer, doch der erste Mann der Gemeinde behauptet, ihm seien die Hände gebunden.

Die Frage, die Levica zu Recht stellt, ist einfach: Wenn der Bürgermeister nicht für das zuständig ist, was auf den öffentlichen Flächen seiner eigenen Gemeinde geschieht, wer dann? Die Strände des Sees sind kein Niemandsland - sie sind öffentliches Gut, und ihre Aneignung bedeutet, dass jemand dort Geld nimmt, wo er es nicht darf, während die Institutionen wegsehen.

Das ist das klassische Balkanmodell der Verantwortungsverweigerung: Wenn alles läuft, will sich jeder fotografieren lassen; taucht ein Problem auf, ist plötzlich niemand zuständig. Der See steht unter UNESCO-Schutz, doch sein Ufer verwandelt sich seit Jahren in eine private Kasse für jene, die sich zu helfen wissen. Wie viele Sommer müssen noch vergehen, bevor jemand endlich zugibt, dass er „zuständig" ist?