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Kasinos weiter weg von Schulen: Neues Gesetz verlangt 500 Meter Abstand, die Branche begehrte sofort auf

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Kasinos weiter weg von Schulen: Neues Gesetz verlangt 500 Meter Abstand, die Branche begehrte sofort auf

In einem Land, in dem dich Werbung für Wetten und Kasinos auf Schritt und Tritt überfällt und Spielhallen sogar neben Schulen aus dem Boden schießen, kommt das neue Glücksspielgesetz als Versuch der Regierung, endlich eine Grenze zu ziehen. Der Gesetzentwurf, der nun in der öffentlichen Debatte steht, führt Regeln ein, die es bislang entweder nicht gab oder die niemand befolgte.

Die konkreteste Maßnahme ist klar: Kasinos dürfen nicht im Umkreis von 500 Metern um Schulen liegen. Darüber hinaus werden strenge Beschränkungen für Glücksspielwerbung eingeführt sowie ein verstärkter Schutz der Bürger, vor allem der Jugend. Die Regierung verabschiedete den abgestimmten Gesetzestext und schickte ihn ans Parlament, mit der Begründung, das Ziel sei eine stärkere Aufsicht über den Sektor.

Wie üblich, wenn ein Sektor Regeln zu bekommen beginnt, blieb die Reaktion nicht aus. Die Verbände der Betreiber, darunter APIS und ASOM, sind gegen diese Lösung und behaupten, sie werde Arbeitsplätze kosten und es gebe verfassungsrechtliche Probleme. Argumente, die immer gleich klingen, wenn es um ein Geschäft geht, das ohne Regulierung gut verdient hat.

Die Frage, die sich die Bürger stellen sollten, lautet: Wessen Wohl hat Priorität - der Gewinn einer Branche, die von der Sucht anderer lebt, oder der Schutz der Kinder, die täglich an den blinkenden Neonreklamen vorbeigehen? Fünfhundert Meter sind keine Revolution - es ist das Mindestmaß an Anstand. Wenn schon dieses Minimum auf Widerstand stößt, sagt das vielleicht am meisten darüber aus, wie tief das Glücksspiel im Alltag verwurzelt ist.