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Das Gymnasium in Debar schrieb nur 32 Schüler von 238 Plätzen ein: Die Stadt verliert langsam ihre Jugend

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Das Gymnasium in Debar schrieb nur 32 Schüler von 238 Plätzen ein: Die Stadt verliert langsam ihre Jugend

Das einzige Gymnasium in Debar, "28. November", schrieb in der ersten Einschreiberunde nur 32 Schüler ein - von 238 verfügbaren Plätzen. Eine Zahl, die nicht nur eine Statistik ist, sondern eine Diagnose für die Zukunft einer Stadt.

Die Aufteilung ist aufschlussreich: 7 Schüler im mazedonischsprachigen und 25 im albanischen Zweig, von insgesamt 44 Bewerbern in der ersten Runde. Zum Vergleich: Letztes Jahr schrieben sich in derselben Runde 95 Schüler ein. Die Schule sagt, sie erwarte eine größere Beteiligung in der zweiten Einschreiberunde, angesetzt für den 23. Juni, mit gesenkter Mindestpunktzahl.

Doch die Hoffnung auf eine "zweite Runde" ist ein schwacher Trost. Die leeren Bänke in Debar sind eine direkte Folge von etwas, das alle sehen, aber kaum jemand laut ausspricht - die Jungen gehen weg. Abwanderung, Umzug in größere Städte und die zunehmend häufige Wahl von berufsbildenden Mittelschulen in Skopje, Tetovo, Ohrid und Struga leeren die kleinen Gemeinden.

Wenn ein Gymnasium nicht einmal ein Sechstel der Plätze füllen kann, ist das nicht das Problem einer Schule - es ist ein Signal, dass eine ganze Stadt langsam ihre junge Generation verliert. Und während die Zentralregierung mit Bildungsreformen prahlt, ist die Frage in Debar viel einfacher und trauriger: Für wen wird die Schule arbeiten, wenn niemand da ist, der sich in die Bänke setzt?