Scheinvereine und erfundene Spiele: Fußballverbands-Funktionäre in Valandovo wegen 1,35 Millionen Denar unter Verdacht
19.06.2026
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07.11.2025
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Rund 6.000 Menschen in der Region Bitola trinken Wasser, das nachweislich gesundheitsschädlich ist - und das nicht in irgendeinem abgelegenen Dorf ohne Straße, sondern wenige hundert Meter vom Ortseingangsschild entfernt. Ein 90-jähriger Bewohner sagte es am schroffsten: „Wir sind 200 Meter vom Bitola-Schild entfernt und haben kein Wasser.“
Das Problem betrifft 31 ländliche Dörfer. Über 120 Haushalte am Rand von Bitola sind überhaupt nicht an das städtische Netz angeschlossen, und das Dorf Bistrica mit etwa 700 Einwohnern verlässt sich auf seine eigene, selbst gebaute Wasserversorgung. Die Tests des Zentrums für öffentliche Gesundheit zeichnen ein alarmierendes Bild: 87 Prozent der Proben zeigten mikrobiologische Verunreinigung (Koliforme Bakterien und E. coli - ein Indikator für fäkale Verschmutzung), 38 Prozent erfüllten die physikalisch-chemischen Standards nicht, und ganze 92 Prozent enthielten gar kein Chlor.
Die Institutionen schieben wie üblich den Ball weiter. Die Gemeinde sagt, die Projekte erforderten zusätzliche Unterlagen und hingen vom Generalen Stadtplan ab. Das Wasserwerk sagt, der Anschluss sei „technisch möglich“, doch es fehlten die Zustimmung der Bewohner und die passende Infrastruktur. Das Zentrum für öffentliche Gesundheit wiederum nennt die Lage ein „großes epidemiologisches Risiko“. Alle reden, niemand handelt.
Das ist eine Geschichte, die die ganze Haltung des Staates gegenüber dem ländlichen Leben zusammenfasst. Wasser ist kein Luxus und kein Privileg - es ist das Grundlegendste, was eine Gesellschaft ihrer eigenen Peripherie schuldet. Wenn das Wasser nach Regen trüb wird und 92 Prozent der Proben kein Chlor enthalten, ist die Frage nicht technisch, sondern moralisch: Wie lange darf ein Dorf neben dem Wasser durstig bleiben, und wer trägt die Verantwortung, wenn jemand erkrankt?
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