Нови клупи и обновени летниковци во паркот „Македонија“: ќе преживеат ли една зима без да бидат уништени
13.06.2026
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12.04.2026
Weniger als 90 Minuten von Paris steht eine Stadt, die aussieht, als hätte die Zeit sie vergessen - und das mit Absicht. Provins ist eine mittelalterliche Stadt mit Mauern, seit über zwanzig Jahren auf der UNESCO-Liste, und im zwölften und dreizehnten Jahrhundert war sie Frankreichs drittgrößte Stadt und eines der wichtigsten Handelszentren Europas. Heute wissen die meisten Reisenden nicht einmal, dass es sie gibt, und genau das ist ihre Schönheit.
Das Geheimnis ihrer Erhaltung ist ironisch: Die industrielle Revolution ging schlicht an ihr vorbei. Während andere Städte abrissen und neu bauten, blieb Provins in ihrem Mittelalter eingefroren. Unter den Grafen der Champagne fanden hier sechs große Messen im Jahr statt, jede über mehrere Wochen, die nicht nur Waren brachten, sondern auch Menschen, Ideen und Kultur aus ganz Westeuropa. Die Stadt prägte sogar ihre eigene Münze - den Provinois - akzeptiert auf Märkten quer über den Kontinent.
Was es zu sehen gibt? Der Cäsarturm, ein achteckiger romanischer Bergfried - der einzige seiner Art in Frankreich. Etwa 1,2 Kilometer Mauern mit 22 Türmen, erbaut zwischen 1226 und 1314, mit dem befestigten Tor Saint-Jean. Unter der Altstadt erstrecken sich in Kalkstein gehauene unterirdische Galerien, einst genutzt, um während der Messen kostbare Waren zu lagern - so geheimnisvoll, dass Umberto Eco sie in einem seiner Romane erwähnt.
Für jene, die wegen Farben und Düften kommen, gibt es das Rosarium - ein Garten von dreieinhalb Hektar mit über 450 Rosensorten, darunter, so heißt es, auch Rosen, die von den Kreuzzügen mitgebracht wurden. Und im Juni erwacht die Stadt mit „Les Médiévales", einem der größten Mittelalterfeste Europas, wenn sich die Straßen mit Rittern, Handwerkern und Reitern füllen, als hätte die Kulisse seit Jahrhunderten dort gewartet.
Provins ist kein Ort, den du auf der Titelseite der Reiseführer findest, und genau deshalb lohnt er sich. In einer Zeit, in der jede berühmte Stadt mit Bussen und Schlangen vollgestopft ist, hat es etwas fast Luxuriöses, an acht Jahrhunderte alten Mauern entlangzuspazieren, mit fast niemandem drumherum.
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