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Der Ohridsee liegt nur fünf Zentimeter über dem Oktober-Durchschnitt - im August fiel der Pegel in zwei Tagen um zehn Zentimeter

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Der Ohridsee liegt nur fünf Zentimeter über dem Oktober-Durchschnitt - im August fiel der Pegel in zwei Tagen um zehn Zentimeter

Nach den jüngsten Messungen der Hydrometeorologischen Verwaltung vom 2. Oktober liegt der Pegel des Ohridsees bei 693,36 Metern über dem Meeresspiegel. Der langjährige Oktober-Durchschnitt beträgt 693,31 Meter. Differenz: fünf Zentimeter.

Noch liegt der See über dem Durchschnitt, doch der Wasserstand sinkt seit längerer Zeit kontinuierlich. Bis zur niedrigsten zulässigen Marke von 693,10 Metern bleiben 26 Zentimeter. Der stärkste Rückgang wurde zwischen dem 11. und 13. August gemessen: In nur zwei Tagen sank der Pegel um zehn Zentimeter. Seitdem setzt sich der Abwärtstrend fort, der Rückzug des Wassers ist entlang des Ufers sichtbar.

Fünf Zentimeter über dem Durchschnitt klingt beruhigend. Zehn Zentimeter in zwei Tagen im August lassen sich aber kaum allein mit einem heißen Sommer erklären. Kam der Rückgang von der Verdunstung, vom Abfluss über den Schwarzen Drin oder von beidem? Die veröffentlichten Messungen sagen dazu nichts.

Der Ohridsee steht unter dem Schutz der UNESCO und gehört zu den ältesten Seen der Welt. Sein Pegel ist nicht nur eine Zahl für Hydrologen, sondern ein Gradmesser dafür, ob jemand hinschaut. Die nächsten Messungen werden zeigen, ob der Trend stoppt - oder ob die 26 Zentimeter bis zum Minimum zur Nachricht werden.