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Orbans Schutzschirm über dem Balkan schließt sich: Schlechte Nachrichten für Vučić, Dodik und Mickoski

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Orbans Niederlage ist nicht nur eine ungarische Geschichte. Es ist ein Erdbeben mit Epizentrum in Budapest und Wellen, die bis Belgrad, Banja Luka und Skopje reichen. Deutsche Medien sagten es direkt - das sind schlechte Nachrichten für Vučić, Dodik und Mickoski.

Analyst Daniel Smilov von der Deutschen Welle schreibt, dass die Assoziation mit der MAGA-Agenda sich weltweit als Wahlgift erwiesen hat. Trumps Zustimmungsrate in den USA ist auf einem Rekordtief, Farage in Großbritannien hat keinen Wahlschwung, und Meloni distanziert sich offen von Trumps jüngsten Schritten. Selbst in Bulgarien schweigen Orbans Verbündete und hoffen, dass Vizepräsident Vance keine Nachrichten schickt, die sie lieber nicht empfangen würden.

"Orbanomics" in Zahlen

Ungarns nominales BIP pro Kopf 2025: 25.128 Dollar. Zum Vergleich: Polen 28.400, Tschechien 35.161, Rumänien 22.436, Bulgarien 20.400, Serbien 15.322. Vierzehn Jahre "souveräne Politik" und Ungarn liegt hinter Polen und weit hinter Tschechien. Die Zahlen lügen nicht - und die Wähler haben sie endlich gelesen.

Smilov folgert, dass ein vereintes Europa die einzige Rettung für europäische Nationen in einer neoimperialen Welt ist. Bis Jahresende könnte Großbritannien der EU-Zollunion wieder beitreten und damit den Brexit praktisch revidieren. Die Zeiten ändern sich - die Frage ist, ob der Balkan sich mitändert oder nostalgisch an einem Schirm festhält, den es nicht mehr gibt.