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Vierzehnjährige mit Seren für Erwachsene: Eine Ästhetikärztin sagt, Teenager brauchen kein Retinol - und es kann Flecken hinterlassen

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Vierzehnjährige mit Seren für Erwachsene: Eine Ästhetikärztin sagt, Teenager brauchen kein Retinol - und es kann Flecken hinterlassen

Man nennt sie „Sephora Kids“ - Teenager um die 14, die Kosmetik für Erwachsene kaufen und benutzen. Der Trend ist nicht nur teuer und erzeugt nicht nur eine emotionale Abhängigkeit von den Regalen. Produkte, die nicht für junge Haut formuliert sind, können ihr echten Schaden zufügen, warnt Dr. Scarlett Alvarado, Fachärztin für ästhetische Medizin, die mit der Teenager-Kosmetikfirma 4Teens zusammenarbeitet.

Wann anfangen? Ein festes Alter gibt es nicht. Zwei Schritte können schon in der Kindheit beginnen: Sonnenschutz am Tag und Gesichtsreinigung am Abend. Sonnencreme ist das erste Produkt, das man kaufen sollte - und sie wird auch aufgetragen, wenn es bewölkt ist oder regnet.

In der Pubertät kann die Haut fettig, trocken oder zu Akne neigend werden. Akne ist die häufigste Sorge, und die Flecken und Narben, die sie hinterlässt, beschäftigen viele Teenager - Jungen wie Mädchen. Die Routine sollte einfach und angepasst sein: morgens eine Feuchtigkeitscreme passend zum Hauttyp, dann Sonnenschutz. Abends gründliche Reinigung und bei Bedarf eine gezielte Behandlung - etwa Salicylsäure gegen Akne, mit fachlicher Beratung. Trockene Haut braucht vielleicht nur eine Feuchtigkeitscreme.

Nützliche Inhaltsstoffe sind Salicylsäure, Postbiotika, bestimmte Fermente und Niacinamid, das sanft ist und zu fettiger Haut, sichtbaren Poren und kleinen Unreinheiten passt.

Was vorerst im Regal bleiben sollte

Retinol, Vitamin C und Glykolsäure werden für die regelmäßige Anwendung in Teenager-Routinen nicht empfohlen. Retinol braucht junge Haut laut Alvarado nicht, schon gar nicht für kosmetische Zwecke oder gegen Alterung. Seine peelende Wirkung kann die Hautbarriere stören oder Hyperpigmentierung auslösen - genau die Flecken, vor denen sich junge Menschen fürchten. Retinoide haben nur bei bestimmten Akneformen ihren Platz, unter ärztlicher Aufsicht.

Ein Vierzehnjähriger mit einem Anti-Aging-Serum ist ein Bild, das mehr über Marketing aussagt als über Haut. Und ja, der Rat kommt von einer Ärztin, die mit einer Teenager-Kosmetikmarke zusammenarbeitet - aber die Botschaft „weniger Produkte, mehr Sonnenschutz“ ist kaum ein Verkaufstrick.