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Wohnungen in Skopje binnen eines Jahres um 10,3 Prozent teurer - und die Nationalbank spricht von einer besseren Position der Käufer

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Wohnungen in Skopje binnen eines Jahres um 10,3 Prozent teurer - und die Nationalbank spricht von einer besseren Position der Käufer

Die Nationalbank hat eine gute Nachricht: Der Preisanstieg bei Wohnungen in Skopje verlangsamt sich. Die schlechte Nachricht steckt in der Zahl, die die gute erklärt. Laut ihrem Index hat sich das jährliche Preiswachstum im dritten Quartal 2026 auf 10,3 Prozent verlangsamt. Anders gesagt: Wohnungen werden weiter teurer, nur etwas langsamer als bisher.

Gouverneur Trajko Slaveski sagt, das stärke die Verhandlungsmacht der Käufer, die jetzt einen niedrigeren Preis aushandeln könnten. Vielleicht. Aber wenn eine Wohnung zehn Prozent mehr kostet als vor einem Jahr, klingt „Verhandlungsmacht“ eher nach Trost als nach Entlastung. Der Index gilt zudem nur für Skopje.

Die neuen Regeln ab 1. Dezember. Die Nationalbank senkt die maximale Laufzeit für Kredite für die zweite und jede weitere Wohnung von 30 auf 25 Jahre. Für das erste Zuhause bleibt die Laufzeit bei bis zu 30 Jahren, und die Erleichterung aus dem Vorjahr gilt weiter: mindestens 10 statt 25 Prozent Eigenkapital für alle, die keine Wohnung und kein Haus auf ihren Namen besitzen. Laut Gouverneur machen Kredite für das erste Zuhause inzwischen rund 25 Prozent der bewilligten Wohnungskredite aus, und die Hälfte der neuen Kredite in diesem Jahr läuft länger als 25 Jahre.

Die Logik ist klar: Wohnungen sollen zum Wohnen dienen, nicht zum Parken von Geld. Aber die Mathematik des geringeren Eigenkapitals hat eine Kehrseite. Eine Rechnung für eine Wohnung für 100.000 Euro, einen Kredit über 30 Jahre und einen festen Zins von 3 Prozent zeigt: Der Erstkäufer muss am Anfang 15.000 Euro weniger aufbringen - zahlt dafür aber über die Laufzeit rund 7.800 Euro mehr Zinsen.

Die Banken wiederum überbieten sich mit Einstiegszinsen von 2,9 Prozent, fest für die ersten Jahre. Danach wird der Zins bei einem Teil der Angebote an den EURIBOR gekoppelt. Steigt er von 3 auf 5 Prozent, kann die Monatsrate eines solchen Kredits um mehr als 100 Euro steigen - und zwar in den Jahren, in denen die Familie keinen Spielraum mehr hat.

Die Maßnahmen der Zentralbank sind für die Stabilität der Banken vernünftig. Am Grundverhältnis zwischen Lohn und Quadratmeterpreis ändern sie nichts. Junge Menschen, die Miete zahlen oder bei den Eltern wohnen, fragen nicht, ob sich das Wachstum verlangsamt hat. Sie fragen, wie viele Jahre Arbeit ein Zuhause kostet - und auf diese Frage hat noch keine Institution eine Antwort.