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Schlangen in Aerodrom, Kvantaški und Lisiče: das Problem sind nicht die Schlangen - sondern das verwahrloste Grün

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Skopje gerät wegen Schlangen in Panik. In der Straße „Vladimir Komarov" in Aerodrom - eine Schlange vor Haus Nummer 27, direkt neben einem Kinderspielplatz. Die Anwohner schlagen Alarm, fordern sofortige Reaktion der Gemeinde, behaupten, die Schlange „sehe giftig aus". Experten haben eine andere Antwort.

„Nicht die Schlangen sind das Problem - das verwahrloste Grün ist das Problem", betont einer der Experten. Skopjes urbane Gebiete weisen besonders in den letzten Jahren ungepflegte Rasenflächen, Parks ohne regelmäßige Wartung und ungemähte Grasflächen auf. Das ist der natürliche Lebensraum der Schlangen. Wenn es warm wird, kommen sie heraus. Nicht weil sie „angreifen" - sondern weil sie die Sonne suchen.

Laut den Bewohnern von Aerodrom tauchen Schlangen in den letzten Wochen immer häufiger auf - in der Nähe des Kvantaški-Marktes und in Lisiče. Und alle Orte haben eines gemeinsam - das Grün ist vernachlässigt.

Experten raten den Bürgern - keine Panik. Die meisten Schlangen in Skopje sind ungiftig. Sie fliehen vor Menschen, sie greifen nicht zuerst an. Gefahr entsteht erst, wenn Menschen versuchen, sie zu fangen oder zu töten - dann fühlt sich die Schlange bedroht und reagiert. Sicherer Weg - das städtische Tierschutzbüro anrufen oder im Notfall die Rettungsdienste.

Die Gemeinden haben eine Pflicht - regelmäßiges Mähen, Entfernung wilder Sträucher und Kontrolle vernachlässigter Flächen. Das ist nicht das „Problem" der Natur. Es ist ein Problem des Gemeindemanagements. Wenn in derselben Straße jeden Frühling Schlangen auftauchen - dann wird diese Straße nicht ordentlich gepflegt.

Für die Skopjer ist der Rat klar. Wenn Sie eine Schlange sehen - kommen Sie nicht näher, versuchen Sie nicht, sie zu töten. Rufen Sie Fachleute. Aber gleichzeitig - üben Sie Druck auf die Gemeinden aus. Wenn das Grün sauber ist, kommen die Schlangen nicht in die Nähe. Das ist kein mystisches Wissen - das ist Logik. Und die Gemeinden müssen darauf reagieren, statt zu warten, dass die Bürger ein Problem lösen, das eigentlich zu ihrer Stellenbeschreibung gehört.