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Wolf mitten in Kozle in Skopje gefangen: an der Kette als Haustier gehalten, jetzt geht es in den Zoo

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Mitten im Skopjer Viertel Kozle wurde gestern Abend ein Wolf eingefangen. Nicht einer aus der Wildnis, der vom Vodno oder Korab herabgekommen ist. Sondern ein Wolf, der als Haustier gehalten wurde - an Kette und Leine, offensichtlich von einem lokalen „Halter" versorgt. Als das illegale Haustier ausbüxte, landete es auf den Straßen der Hauptstadt.

Laut Polizei und Zoo war der Wolf zahm und ruhig - keine Gefahr für die Bürger. Deshalb verlief der Einsatz ohne Zwischenfälle. Anwohner sahen das Tier durchs Viertel laufen, riefen sofort Spezialisten, und gemeinsam mit dem Innenministerium und den Diensten der Stadt Skopje wurde es gefangen.

Der Zoo fordert die Bürger auf, die Regel zu respektieren: Wildtiere als Haustiere zu halten ist verboten. Nicht nur wegen der Gefahr für Menschen, sondern auch wegen der Gefahr für das Tier selbst. Ein Wolf ist kein Hund. Er hat Instinkte, die man weder abrichten noch ausschalten kann. An der Kette bleibt er ein Wolf - nur einer mit weniger Platz.

Das Tier ist jetzt im Zoo Skopje, in Quarantäne, unter tierärztlicher Aufsicht. Dort bleibt es dauerhaft. Hinter der Geschichte vom verwirrten Tier mitten in Kozle steckt eine viel interessantere Frage: Wer war der „Halter"?

Warum hält jemand in Skopje einen Wolf an der Kette? Wie viele ähnliche Fälle gibt es - Tiger, Löwen, Bären - die nie entdeckt wurden? Das mazedonische Recht verbietet die Haltung von Wildtieren, aber die Strafen werden so gut wie nie angewendet. Deshalb gibt es in Skopje und Tetovo Foren, auf denen „aus erster Hand" Bärenjunge, Sittiche und - offenbar - Wölfe gehandelt werden.

Für den Zoo ist dieser Fall symbolisch. Er appelliert an die Bürger, illegale Wildtierhaltung zu melden. Bürger melden in Mazedonien traditionell aber nicht - „warum den Nachbarn Ärger machen". So bleiben Wölfe auf Balkonen, Bären in Höfen und Tiger in angeblichen „Privatparks" auf den Dörfern.

Dieser Wolf hatte Glück - er kam in den Zoo. Viele andere nicht. Und das ist eine andere, traurigere Geschichte.