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Mralino und Gorno Orizari: Schulen bekommen moderne Sportplätze, die Dörfer kämpfen mit der Demografie

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Zwei parallele Fälle von zwei Enden des Landes. Ilinden hat den kompletten Wiederaufbau des Sportplatzes der Grundschule „Risto Krle" im Dorf Mralino abgeschlossen. Bitola investiert zur selben Zeit 11,3 Millionen Denar in zwei Plätze der Grundschule „Todor Angeleski" in Gorno Orizari. Unterschiedliche Regionen, gleicher Ansatz - Schulsport wird zur infrastrukturellen Priorität.

Mralino bekam einen modernen Platz - Kunstrasen, kleine Tore für Futsal, LED-Beleuchtung für Abendtraining, eine Mini-Tribüne für Zuschauer. Bürgermeister Aleksandar Georgievski erklärte, die Gemeinde werde den Ausbau auch in anderen Ortschaften fortsetzen, mit Fokus auf Jugend und Sport.

Gorno Orizari in Bitola bekommt zwei Plätze - einen Handballplatz (mit Futsal-Option) und einen Basketballplatz. Rund 900 Quadratmeter Asphalt- und Tartanbelag. Drei Meter hohes Schutznetz, Beleuchtung für Abendtraining, Sicherheitskameras, ein Außenklassenzimmer und Landschaftsgestaltung. Die gesamte Investition - 11,3 Millionen Denar, finanziert über den zweiten Förderaufruf des Bildungsministeriums.

Warum zwei Projekte in derselben Woche? Kein Zufall. Das Bildungsministerium hat in letzter Zeit mehrere solcher Förderlinien geöffnet. Was die Gemeinden zum Antrag motiviert, ist die Demografie. Die kleinen Schulen in den Dörfern sterben aus - ohne moderne Sportanlagen schicken die Eltern ihre Kinder in städtische Schulen. Ein neuer Platz kann das für ein paar Jahre aufhalten.

Doch es gibt einen weiteren Blickwinkel. Mazedoniens Dörfer leeren sich - Sportplätze gehören zu den wenigen öffentlichen Räumen, die noch funktionieren. Wenn in Mralino oder Gorno Orizari ein neuer Kunstrasenplatz öffnet, dann nicht nur für Kinder. Es ist Raum für die Abendtrainings der Mittelaltrigen, für „kleines Fußballspiel" mit Freunden, für einen gemeinsamen Ort, den es woanders nicht gibt.

Für das mazedonische Bildungssystem ist das eine lange offene Geschichte - aber endlich gibt es Finanzierung und Richtung. Für den Staat - ein Test, ob „regional" mehr ist als politische Folklore. Und für die Kinder in den Dörfern - die Chance, auf einem Platz zu trainieren, der nicht Pflaster und Asphalt mit zerrissenen Linien ist.