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Schock zum 1. Mai: Regen, Kälte und möglicher Schnee auf dem Balkan - Maimorgen bis zu -10 Grad

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Der 1. Mai wird dieses Jahr kein Tag für Grill und Sonne. Wetterwarnungen melden, dass der Balkan frieren wird - am Morgen des 1. Mai sinken die Temperaturen in Teilen der Region auf bis zu -10 Grad. Regen, Schnee in den Bergen, Temperaturen kaum über 10 Grad im Flachland.

Solche Vorhersagen sind keine gute Nachricht für die traditionelle Feier. Der 1. Mai bedeutet im Balkan-Mentalität den Sommerauftakt - ein Ausflug ins Grüne, Grillen mit Freunden, das erste richtige Mittagessen auf der Terrasse. Diese Szene steht dieses Jahr auf dem Spiel.

Für Mazedonien ist die Prognose besonders sauer: Regen den ganzen Tag, Temperaturen zwischen 10 und 14 Grad. In den Bergen - Schnee. Das heißt, alle, die einen Ausflug nach Mavrovo, Kratovo, Kičevo oder Vinica geplant hatten, müssen ihren Plan vielleicht anpassen.

In Serbien ist die Lage intensiver. Zlatibor und Kopaonik schon mit Schnee. Belgrad - 8 bis 9 Grad, Regen den ganzen Tag. Türkische Villen, am 1. Mai sonst immer voll, werden dieses Jahr leer sein. Der Tourismussektor in der Region - wieder einmal eine Wetterüberraschung.

Die Klimatologie beschreibt das als "polare Strömung, die tiefer als üblich absinkt". In der Praxis erreicht arktische Luft Ende April den Balkan. Kein Novum, aber ungewöhnlich für diese Jahreszeit. Ähnliche Ereignisse hatten wir 2017 und 2019, mit geringerer Intensität.

Was können wir tun? Warm anziehen am 1. Mai. Mütze mitnehmen. Der Grill kann auf der Terrasse stehen, nicht im Freien. Und vielleicht ist es Zeit, uns einzugestehen, dass Klimaanomalien keine "Anomalien" mehr sind. Das ist die neue Normalität. Und diese neue Normalität auf dem Balkan bedeutet weniger geplante Wochenenden und mehr spontane Anpassungen an ein Wetter, das sich an keine Regeln mehr hält.