„Kriminalität als Dienstleistung“ mit Callcentern auch in Mazedonien: über 4 Millionen Euro Schaden, Opfer in 50 Ländern
04.11.2026
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23.04.2026
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12.04.2026
Der klassische Bob stützte sich sein Leben lang auf ein Versprechen: An dem Tag, an dem man aus dem Salon kommt, ist die Linie perfekt. Was danach kam - die vier Wochen, in denen das Haar wächst und der Schnitt langsam zerfällt -, interessierte niemanden. Die neue Variante, after bob genannt, ändert genau diese Rechnung. Der Schnitt ist so gedacht, dass er beim Herauswachsen besser aussieht, nicht schlechter.
Der Unterschied liegt im Aufbau. Statt einer scharfen, geraden Linie arbeitet man mit weichen Stufen und Texturierung. Die Länge liegt meist zwischen Kinn und Nacken, doch das ist ein Ausgangspunkt, keine Regel. Ziel ist ein Schnitt, der weder ständige Salonbesuche noch jeden Morgen eine halbe Stunde Föhnen verlangt, sondern annimmt, was das Haar von selbst tut.
„Ich denke immer mehr darüber nach, wie dieses Haar in vier oder fünf Wochen aussehen wird“, sagt Noelia Jiménez, die hinter dem Konzept steht. Felicitas Ordás, Präsidentin des Club Fígaro, beschreibt ihn als Schnitt mit „weichen Stufen und Texturierung, die Bewegung geben“.
Das ist ein Satz, den man sich merken sollte. Eine Friseurin, die an die fünfte Woche statt an den ersten Tag denkt, arbeitet gegen das Geschäftsmodell der Salons - denn ein Schnitt, der nicht zerfällt, bedeutet seltener wiederkommen. Wenn jemand aus der Branche vorschlägt, seltener zu kommen, lohnt es sich zumindest zuzuhören.
Der Schnitt teilt die DNA mit mehreren internationalen Varianten - airwave bob und varsity bob - und wurde durch Margot Robbie, Emma Stone, Keira Knightley und Zendaya sichtbar. Dass vier verschiedene Gesichter mit vier verschiedenen Haartypen denselben Schnitt tragen, spricht eher für Anpassungsfähigkeit als für den Trend.
Was man praktisch gewinnt: weniger Geräte, weniger Produkte, weniger Termine. Was man verliert: jenes Spiegelbild am Tag des Schnitts, wenn alles perfekt symmetrisch ist. Jeder rechne sich aus, was ihm mehr wert ist.
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