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Amalia holt jahrhundertalte Diademe hervor: die junge Thronfolgerin hüllt sich in Geschichte

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Amalia holt jahrhundertalte Diademe hervor: die junge Thronfolgerin hüllt sich in Geschichte

Während Gleichaltrige den neuesten Trends nachjagen, geht die Thronfolgerin der Niederlande, die 22-jährige Amalia, in die entgegengesetzte Richtung - sie holt jahrhundertalte Diademe aus dem Tresor. Und das ist kein Zufall. Jedes Schmuckstück, das sie sich aufsetzt, trägt eine Botschaft: Ich bin die Nächste in der Reihe, und diese Reihe kenne ich besser als ihr.

Bei der Gala zur Volljährigkeit der norwegischen Prinzessin Ingrid Alexandra wählte Amalia das Stuart-Diadem - dasselbe, mit dem ihre Mutter, Königin Máxima, 2002 heiratete. Beim Empfang vor der Hochzeit in Jordanien trug sie das Pfauendiadem, und zum 18. Geburtstag des dänischen Prinzen Christian das Saphir-Diadem, das einst Königin Emma gehörte. Das ist keine Modeentscheidung, sondern eine dynastische Aussage.

Am beeindruckendsten ist das Mellerio-Rubindiadem - 385 Edelsteine, Rubine und Diamanten, vom historischen französischen Haus Ende des 19. Jahrhunderts gefertigt. Amalia posierte damit erstmals mit gerade acht Jahren, heute trägt sie es bei Staatsanlässen. Der Sprung vom Kinderfoto zur Staatszeremonie ist genau das, was Monarchien am besten können: Schmuck in eine Botschaft über Kontinuität zu verwandeln.

Es liegt etwas Kalkuliertes in all dem. In einer Zeit, in der europäische Monarchien darum ringen, relevant zu bleiben, versucht die junge Thronfolgerin nicht, „modern“ oder „gewöhnlich“ zu sein - sie hüllt sich bewusst in Geschichte. Diademe sind eine schwere Art zu sagen, dass etwas länger dauert als eine Amtszeit, eine Regierung, eine Generation. Und darin, gebt es zu, liegt eine gewisse Ruhe, die uns auf dem Balkan, wo sich alle vier Jahre alles ändert, fast unbekannt ist.