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Dutzende Gebäude auf erosionsgefährdetem Vodno: der Barutana-Plan, von dem die Fachwelt sagt, man solle nicht bauen

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Dutzende Gebäude auf erosionsgefährdetem Vodno: der Barutana-Plan, von dem die Fachwelt sagt, man solle nicht bauen

An den Hängen des Vodno, wo das Gelände steil und erosionsgefährdet ist, plant die Gemeinde Centar einen neuen detaillierten Bebauungsplan (DUP) für den Standort Barutana - der den Bau von Dutzenden großen Objekten vorsieht. Und genau hier beginnt ein Streit, der die alte Frage erneut aufwirft: Wird Skopje nach der Fachwelt gebaut oder nach den Interessen?

Die Initiative „Chance für Centar“ schlägt Alarm. Ihr zufolge ist die geplante Zone im kommunalen Energie- und Klimaplan bereits als erosionsgefährdet ausgewiesen, mit der Empfehlung, dort hochwertige Wälder zu pflanzen - und keine Wohngebäude zu errichten. Noch strittiger: Das Projektprogramm selbst nennt den Erosionsschutz eine „obligatorische Schutzmaßnahme“, doch der Plan enthält, so die Kritiker, keinerlei Maßnahmen zum Schutz vor Erosion, noch vor möglichen Bränden und Sturzfluten.

Die Warnungen sind nicht aus der Luft gegriffen. An den Hängen des Vodno kam es bereits zu Erdrutschen - unter anderem in der Nähe einer Kinderklinik und eines Hotels. „Warum werden die Fachmeinungen ignoriert?“, fragen jene aus der Initiative und erinnern daran, dass es konkrete Fälle von Abrutschen in den Vodno-Vierteln gibt, und dennoch Dutzende große Objekte auf dem steilen Berggelände geplant sind.

Das ist keine Geschichte über ein paar Gebäude - es ist eine Geschichte darüber, wer entscheidet, wie die Stadt aussieht, und wessen Interessen schwerer wiegen. Wenn ein Ingenieurdokument „pflanzt einen Wald“ sagt und ein Bebauungsplan „baut Gebäude“, hat jemand bewusst gewählt, welche Meinung er beachtet. Die Frage, die sich jeder Skopjer stellen sollte, ist einfach: Wie viel sind „neue Möglichkeiten“ wert, wenn sie nur neue Gefahren eröffnen - Erdrutsche, Überschwemmungen, Feuer - für jene, die unter ihnen leben werden?