Noch eine Durchsuchung in Ohrid, noch eine Waage mit weißem Pulver: Der kleine Fisch geht immer am leichtesten ins Netz
04.07.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Mitten in Italien eingeklemmt, aber nie italienisch, ist San Marino die älteste Republik der Welt und einer jener Orte, die wie für ein Märchen erfunden wirken - drei Türme auf einem Berggipfel, in Nebel gehüllt, über einer Landschaft, die sich bis zur Adria erstreckt. Ein Land von nur 61 Quadratkilometern, das es geschafft hat, über siebzehn Jahrhunderte unabhängig zu bleiben.
Der Überlieferung nach wurde die Republik am 3. September 301 gegründet, was sie zum ältesten ununterbrochen bestehenden Staat Europas macht. Über allem thronen die drei Türme auf dem Monte Titano - Guaita, Cesta und Montale - erbaut zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert. Zwischen den ersten beiden verläuft der „Hexenpfad", ein felsiger Waldweg, oft in Nebel gehüllt, auf dem man wie durch eine andere Zeit schreitet.
Der alte Stadtkern ist von Mauern geschützt und voller Gewölbe, Arkaden und feierlicher Denkmäler. Hier steht die älteste Kirche des Landes, dem heiligen Franziskus geweiht, und der Liberta-Platz mit dem Parlamentspalast und der Freiheitsstatue - errichtet ein ganzes Jahrzehnt vor der in New York. Auf den Gipfel gelangt man mit der Seilbahn aus Borgo Maggiore, die alle fünfzehn Minuten fährt.
San Marino lebt nicht nur von Geschichte. Hier regieren Ravioli, und das nationale Dessert ist die „Torta tre monti" - Schichten aus Waffeln mit Schokolade und Haselnuss. Von handgemachten Parfums mit Lavendel und Rosmarin bis zu hausgemachten Weinen und Likören versteht es die kleine Republik, gut von ihrer Eigenständigkeit zu leben. Ein Beweis, dass es zum Überleben durch die Jahrhunderte keine Größe braucht - sondern Sturheit und drei gute Türme.
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