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Angelina Jolie evakuierte ihr Anwesen in Kambodscha: Sie kehrte zurück, 30.000 Menschen warten noch

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Angelina Jolie evakuierte ihr Anwesen in Kambodscha: Sie kehrte zurück, 30.000 Menschen warten noch

Angelina Jolie hat offengelegt, dass sie ihr riesiges Anwesen in Kambodscha evakuieren musste, als an der Grenze zu Thailand Kämpfe ausbrachen. Sie beschrieb es als „schmerzhafte Erinnerung daran, wie schnell ein Konflikt wieder aufflammen kann“. Das ist ein Satz, der auf dem Balkan keine Übersetzung braucht.

Der Plan war einfach: Sobald die jüngsten Kinder 18 werden, von Hollywood nach Kambodscha ziehen. Die Realität kam anders. Das 2002 gekaufte Anwesen in Samlot liegt genau an der Grenze zu Thailand - einer Linie, um die beide Länder seit über einem Jahrhundert streiten. Die Kämpfe flammten im Juli 2025 nach einer fast sechsmonatigen Waffenruhe wieder auf; im Dezember dauerten sie drei Wochen, mit Luftangriffen und Bombardements.

Das Haus ist Sitz der Stiftung, benannt nach ihrem ältesten Sohn Maddox, den sie 2001 aus einem kambodschanischen Waisenhaus adoptierte. Rund um das Anwesen kaufte die Schauspielerin veröffentlichten Angaben zufolge über 60.000 Hektar Regenwald, um ein Naturreservat zu schaffen. Das ist kein Wochenendhaus - es ist ein stiller Staat im Staat, der funktioniert, solange die Artillerie schweigt.

Ein Jahr des Wartens

Ein Jahr nach der Evakuierung teilte Jolie mit, die Stiftung habe ihre Arbeit zum Schutz des Gebiets und zur Unterstützung von Gesundheit und Lebensgrundlagen der Gemeinschaft fortgesetzt. „Ich liebe dieses Land und seine Menschen, so widerstandsfähig und gastfreundlich“, schrieb sie. „So dankbar ich bin, dass wir die Arbeit fortsetzen, mein Herz ist bei denen, die noch immer auf die Rückkehr nach Hause warten.“

Dieser letzte Satz ist der ganze Punkt. Die Schauspielerin ist zurückgekehrt. Fast 30.000 Menschen sind weiterhin vertrieben. Wenn ein Hollywoodstar ein Anwesen evakuiert, ist es eine Nachricht, die um die Weltmedien geht; wenn eine kambodschanische Familie ihr Haus räumt, ist es eine Zahl im Bericht einer Nichtregierungsorganisation. Dieselbe Kugel, sehr unterschiedliche Sichtbarkeit.

Zuhause ist nicht dort, wo die Adresse steht

Beim Filmfestival in Santa Barbara 2025 wurde sie gefragt, was „Zuhause“ für sie bedeute. Ihre Antwort: „In meinem Herzen, Kambodscha.“ Das Haus ist traditionell, aus Holz, mit Strohdach, Rattanmöbeln und Erdtönen - dasselbe, das 2019 in einer Werbekampagne für ein Parfum auftauchte.

Und da ist etwas, das jeder wiedererkennt, der vor einem Krieg geflohen ist: Das Grundstück kannst du bewahren, die Bäume kannst du pflanzen, die Stiftung kannst du registrieren - aber die Entscheidung, wann du nach Hause zurückkehrst, ist nie deine. Sie trifft jemand anderes, meist mit Uniform und Karte.