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Sechs Regeln, und keine einzige kostet Geld: der Stil der Frau, die Königin Letizia kleidet

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Sechs Regeln, und keine einzige kostet Geld: der Stil der Frau, die Königin Letizia kleidet

Ines Domecq, Marquise von Almenara und Kreativdirektorin einer eigenen Marke, hat in wenigen Jahren eine der meistkopierten Garderoben Spaniens aufgebaut. Ihre Entwürfe trugen Königin Letizia, Sofia Palazuelo, Eugenia Martinez de Irujo und zuletzt die dänische Königin Mary. Doch die Geschichte liegt nicht im Titel - sie galt schon als eine der stilvollsten Frauen des Landes, bevor sie Designerin wurde.

Das Interessanteste daran: Ihr Stil lässt sich auf sechs Regeln reduzieren, und keine davon kostet Geld. Das ist der Unterschied zwischen Stil und Kaufkraft - ein Unterschied, den die Modebranche seit Jahrzehnten zu verwischen versucht.

Punkte als Hausaufgabe

Wenn ein Muster ihr ganzes Universum erklärt, dann sind es Punkte. Weißes Kleid mit schwarzen Punkten, dunkelblaue Modelle mit kleinen Tupfen, Kombinationen für Hochzeitsgäste und für den Alltag - sie hat bewiesen, dass ein anderswo als folkloristisch geltendes Motiv elegant und zeitgemäß sein kann. Es ist eine Art, die Wurzeln aus Jerez zu bewahren, ohne je ins Übertriebene zu kippen.

Die zweite Konstante sind Blusen mit Volumen: betonte Schultern, gebauschte Ärmel, große Volants. Nicht wegen eines Trends, sondern weil solche Schnitte eine kraftvolle Silhouette schaffen, die Figur strecken und Bewegung hinzufügen.

Schwarz ist nicht für Beerdigungen

Während die meisten Schwarz für besondere Anlässe aufheben, ist es bei ihr das ganze Jahr über eine Säule der Garderobe - Abendkleider, Zweiteiler, Stadtlooks, sogar Sommerkombinationen. Für sie ist Schwarz keine Strenge, sondern ein Werkzeug, um Auftritte mit Kraft und Präsenz zu bauen. Ihr Zugang zeigt: Schwarz wird nie langweilig, wenn man mit hochwertigen Materialien, makellosen Schnitten und gut gewählten Accessoires arbeitet.

Der Sommer ändert ihr Register, ohne ihre Handschrift zu ändern: Kaftane, leichte Kleider, freie Schultern, bunte Prints. Entspanntere Garderobe, gleiche Beständigkeit.

Die zwei Farben, die immer funktionieren

Die Kombination Schwarz-Weiß wiederholt sie Saison für Saison - in entspannten Looks mit T-Shirt und Overall ebenso wie auf Hochzeiten mit Gästekleidern, breitkrempigen Hüten und Haarschmuck. Auch hier zeigt sich eine weitere Eigenschaft: Sie scheut weder auffällige Stücke noch große Volumen, wenn das Design es verdient.

Die sechste Regel ist die billigste von allen: Sonnenbrillen. Sie sind Teil ihrer visuellen Identität und tauchen bei fast jedem öffentlichen Auftritt auf, in Madrid, in Jerez oder im Urlaub.

Die Lehre für alle, die eine solche Liste mit vermeintlichem Neid lesen, ist einfach. Keine der sechs Regeln verlangt Zugang zur Fashion Week. Punkte, Volumen, Schwarz, zwei Farben und eine Brille - das ist ein Vokabular, das jeder lernen kann. Unkäuflich ist die Beständigkeit, dasselbe Vokabular zehn Jahre in Folge zu sprechen.