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Die heimische Erzeugung deckte im Mai 96,5 Prozent des Stroms - doch der Monat war der günstigstmögliche

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Die heimische Erzeugung deckte im Mai 96,5 Prozent des Stroms - doch der Monat war der günstigstmögliche

Im Mai deckte die heimische Stromerzeugung 96,5 Prozent des gesamten Verbrauchs im Land. Die Importe sanken gegenüber dem Vorjahresmonat um fast 20 Prozent, die Exporte stiegen. Das ist eine Zahl, die wir selten sehen - und es lohnt sich, dahinterzuschauen.

Nach Daten des Statistikamts betrug die Bruttostromerzeugung im Mai 462.653 Megawattstunden, bei einem Bruttoinlandsverbrauch von 479.603 Megawattstunden. Die Importe gingen auf 87.978 Megawattstunden zurück, die Exporte erreichten 71.028 Megawattstunden.

Woher der Strom kommt

Am interessantesten ist der Erzeugungsmix. Die Wärmekraftwerke führen weiterhin mit 146.647 Megawattstunden, doch direkt dahinter liegen Solaranlagen mit 143.419 und Wasserkraftwerke mit 138.015 Megawattstunden. Der Abstand zwischen Kohle und Sonne beträgt im Mai nur rund dreitausend Megawattstunden. Windkraftanlagen erzeugten 31.435 Megawattstunden - ein Plus von mehr als 50 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Das heißt: Die Erneuerbaren zusammen - Sonne, Wasser und Wind - erzeugten mehr als doppelt so viel wie die Wärmekraftwerke. Vor einigen Jahren wäre ein solcher Satz in einem mazedonischen Energiebericht nicht möglich gewesen.

Auf den Monat achten

Der Mai ist der günstigstmögliche Monat für diese Statistik: lange Sonnentage, volle Speicher nach dem Frühjahrswasser, Heizsaison beendet. Die Januarbilanz sieht anders aus, und wer den Energiesektor verfolgt, weiß das. 96,5 Prozent sind also ein ausgezeichnetes Ergebnis, aber kein Jahresbild - es ist die beste Einstellung des Films.

Die übrigen Zahlen bestätigen das. Der Kohleverbrauch lag bei 264.997 Tonnen, davon gingen 99,9 Prozent in die Stromerzeugung. Die Kohle ist also nicht verschwunden, sie spielte im Mai nur eine kleinere Rolle. Der Erdgasverbrauch stieg um 4,8 Prozent auf 4,463 Millionen Normkubikmeter, was die Statistik auf den Betrieb von Heizanlagen zurückführt, die im Vorjahreszeitraum nicht aktiv waren. Der Verbrauch von Erdölprodukten sank um 8,5 Prozent auf 78.468 Tonnen. Die Haushalte verbrauchten 222.061 Megawattstunden, mehr als im Vorjahr, aber weniger als im April.

Das Fazit ist vorsichtig positiv. Weniger Import bedeutet geringere Abhängigkeit von den Preisen der regionalen Börsen, und ein größerer Anteil von Sonne und Wind bedeutet, dass sich die Investitionen in Zahlen zeigen und nicht nur in Ankündigungen. Der eigentliche Test kommt im Winter, wenn die Sonne am kürzesten und der Verbrauch am höchsten ist. Dann zeigt sich, ob 96,5 Prozent der Beginn eines Trends waren oder ein schöner Maitag.