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3.280 ausländische Firmen sind 4,7 Prozent der Wirtschaft, schaffen aber 37 Prozent der Wertschöpfung

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3.280 ausländische Firmen sind 4,7 Prozent der Wirtschaft, schaffen aber 37 Prozent der Wertschöpfung

Dreitausendzweihundertachtzig Firmen. So viele ausländische Tochtergesellschaften waren 2024 in Mazedonien tätig - inländische Unternehmen unter Kontrolle ausländischer Eigentümer. Das sind 4,7 Prozent aller Wirtschaftssubjekte im Land. Dieselben 4,7 Prozent erzeugen 37 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung und beschäftigen ein Viertel der Arbeitskräfte im Unternehmenssektor.

Die Zahlen stammen vom Staatlichen Amt für Statistik und sind der Logik nach nicht neu, doch sie wirken stets anders, wenn man sie nebeneinanderlegt. Hundertfünftausend Menschen arbeiten in diesen ausländischen Tochtergesellschaften. Der Gesamtumsatz beträgt 802,8 Milliarden Denar, die Bruttowertschöpfung 183,8 Milliarden Denar - rund drei Milliarden Euro.

Wo die Wertschöpfung entsteht

Den größten Beitrag leistet das verarbeitende Gewerbe mit 35,3 Prozent der in ausländisch kontrollierten Firmen geschaffenen Wertschöpfung. Es folgen Information und Kommunikation mit 16,7 Prozent sowie Groß- und Einzelhandel samt Kfz-Reparatur mit 11,5 Prozent.

Die Verteilung der Firmenzahl und die der geschaffenen Wertschöpfung laufen nicht parallel, und das ist der interessanteste Teil der Statistik. Das verarbeitende Gewerbe hat nur 381 Unternehmen, aber 51.214 Beschäftigte und 64,9 Milliarden Denar Wertschöpfung. Der Handel hat 926 Tochtergesellschaften - mehr als doppelt so viele - aber nur 12.664 Beschäftigte und 21 Milliarden Denar Wertschöpfung.

Information und Kommunikation: 417 Unternehmen, 11.466 Beschäftigte, 53,1 Milliarden Umsatz und 30,8 Milliarden Wertschöpfung. Mit dreieinhalbmal weniger Menschen als die Industrie erzeugt der Sektor die Hälfte ihrer Wertschöpfung. Die Energieversorgung ist der Extremfall - 127 Unternehmen mit 2.384 Beschäftigten setzen 116,3 Milliarden Denar um und schaffen 11,5 Milliarden Wertschöpfung.

Wem das Geld gehört

Europäische Eigentümer kontrollieren 92,8 Prozent der ausländischen Tochtergesellschaften. EU-Mitgliedstaaten kontrollieren 44,6 Prozent davon, doch in diesen Firmen arbeiten 62,8 Prozent aller Beschäftigten in ausländischen Tochtergesellschaften, und dort entstehen 61,9 Prozent ihrer Wertschöpfung.

Einzeln betrachtet führt Österreich mit 17,4 Prozent Anteil an der geschaffenen Wertschöpfung, dann die Niederlande mit 11, Deutschland mit 9,7 und das Vereinigte Königreich mit 9 Prozent.

Was diese Zahl sagt und was nicht

Vier Komma sieben Prozent der Unternehmen, die fast vierzig Prozent der Wertschöpfung erzeugen - dieser Befund lässt sich auf zwei Arten lesen, und beide stimmen. Erstens: Ausländisches Kapital ist produktiv, beschäftigt qualifizierte Leute und schafft pro Beschäftigtem mehr als die durchschnittliche einheimische Firma.

Zweitens: Alles außerhalb dieser 3.280 Firmen - und das sind über 95 Prozent aller Wirtschaftssubjekte im Land - schafft weniger als zwei Drittel der Wertschöpfung. Das ist keine Geschichte darüber, wie gut die Ausländer sind. Es ist eine Geschichte darüber, wie kleinteilig, informell und wenig produktiv der Rest der Wirtschaft ist.

Und hier stellt sich die Frage, die die Statistik nicht beantwortet: Wie viel von diesen 183,8 Milliarden Denar Wertschöpfung bleibt als Löhne, Steuern und Reinvestitionen im Land, und wie viel fließt als Dividende ab?