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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Wenn eine Braut mit einer Perlentiara und über hundert Jahre alter Spitze eine Kirche betritt, trägt jedes Detail eine Geschichte. Harriet Sperling, die Peter Phillips, den Enkel von Königin Elizabeth II., heiratete, wählte ein Brautkleid, das nicht nach Luxus schreit - es flüstert mit Geschichte.
Das Kleid schuf die Designerin Emilia Wickstead, mit einer Basis aus elfenbeinfarbenem italienischem Krepp, geradem Schnitt, breiten Trägern, eckigem Ausschnitt und freiem Rücken. Darüber - ein abnehmbares Spitzenkorsett mit hohem Kragen und durchsichtigen langen Ärmeln, und dahinter eine drei Meter lange Schleppe, die hinter ihr herzog. Die Spitze stammt aus den französischen Archiven von Sophie Hallette und datiert aus dem frühen 20. Jahrhundert, mit romantischen Blumenmotiven in Elfenbein.
Die Perlentiara, ein Werk des Hauses Pragnell, war ein Familienerbstück - derselbe Juwelier fertigte auch die Ohrringe und den Verlobungsring. Der mit Spitze besetzte Schleier wurde sanft von den Brautjungfern getragen. Und statt auffälliger, aber unpersönlicher Accessoires wählte die Braut bequeme rückenfreie „Jimmy Choo"-Schuhe im selben Farbton, ein sanftes Make-up und einen tiefen russischen Knoten - Details, die zeigen, dass ihr Komfort ebenso wichtig war wie das Aussehen.
Der Strauß, das Werk der Floristin Milli Richardson, war mit Absicht zusammengestellt: Myrtenzweige, die „Liebe, Schönheit und Frieden" symbolisieren, duftendes Maiglöckchen, weiße und cremefarbene Wicken, Astilbe und Jasmin. In einer Welt, in der königliche Hochzeiten oft um Extravaganz wetteifern, wählte Harriet den entgegengesetzten Weg - Spitze mit Geschichte statt Glanz ohne Geschichte. Und genau deshalb blieb ihr Auftritt einprägsamer als jedes teure, aber seelenlose Brautkleid.
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