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Curaçao und Torwart Room in der Geschichte, Ronaldo vom Helden zur Last: Die WM zeigte ihre Gesichter

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Curaçao und Torwart Room in der Geschichte, Ronaldo vom Helden zur Last: Die WM zeigte ihre Gesichter

Curaçao schrieb seinen Namen in die Geschichte, Torwart Room in die Rekorde

Eine Insel mit weniger Einwohnern als Skopje stand auf der größten Fußballbühne und fiel nicht. Curaçao spielte 0:0 gegen Ecuador und holte den ersten Punkt seiner WM-Geschichte, Hauptverantwortlicher dafür war Torwart Eloy Room. Er parierte ganze 15 Mal - eine Zahl, die ihn zum Rekordhalter für die meisten Paraden in einem einzigen WM-Spiel machte. Wenn die kleinste Nation des Turniers die Favoriten warten lässt, ist das eine Erinnerung daran, dass Fußball noch immer anders ausgehen kann als die Prognosen der Buchmacher.

Vom Helden zur Last: Ist Ronaldos Zeit endlich abgelaufen?

Zwei vergebene Chancen in der ersten Runde reichten, um die Frage wieder zu öffnen. Mit 41 trägt Cristiano Ronaldo noch immer das Trikot Portugals, doch immer öfter hört man, das Team wäre vielleicht ohne ihn besser als mit ihm. Das ist das Schicksal jeder Legende, die sich weigert, rechtzeitig zu gehen - die Zahlen sprechen manchmal anders als die Erinnerungen. Hat Portugal den Mut, seinen größten Spieler auf die Bank zu setzen, wenn die K.-o.-Phase kommt, oder wird der Stolz teurer als das Ergebnis?

Die Niederlande marschieren, Deutschland atmet kaum - zwei Gesichter derselben WM

Derselbe Abend sandte zwei völlig verschiedene Botschaften. Die Niederlande kamen souverän durch ihre Gruppe, mit einem Spiel, das wie ein fertiges Produkt wirkt, während sich Deutschland von Spiel zu Spiel quält und mehr an ein Team im Aufbau erinnert als an einen Titelkandidaten. Die Deutschen verloren zudem einen Verteidiger - Nico Schlotterbeck erlitt im Duell gegen die Elfenbeinküste einen Bänderriss und seine WM ist wohl beendet. Favoriten erkennt man oft nicht an den Siegen, sondern daran, wie sie reagieren, wenn ihnen nichts gelingt.

Casemiro verlässt Manchester United für Miami und Messi

Ein weiterer großer Name verlässt die Premier League für die ruhigeren Gewässer des amerikanischen Fußballs. Casemiro einigt sich mit Inter Miami, dem Klub von Lionel Messi, nachdem seine Geschichte bei Manchester United ohne Glanz endete. Der Brasilianer, einst das Fundament von Real Madrids Mittelfeld, wählt nun eine Liga, in der der Druck geringer und die Sonne größer ist. Wenn Stars Anfang dreißig nach Miami aufbrechen, ist das eine Botschaft, die jeder Fan versteht - eine Karriere hat einen Sonnenuntergang, und besser, er ist deine Wahl als die Entscheidung eines anderen.

Málaga kehrte dorthin zurück, wo es sich zugehörig fühlt

Während die Größten bei der WM kämpfen, kletterte ein alter spanischer Name leise zurück in die Elite. Málaga kehrte in die La Liga zurück, nachdem es in den Playoffs Almería über zwei Spiele bezwang. Ein Klub, der vor einem Jahrzehnt in der Champions League spielte und dann in Chaos und Schulden versank, steht wieder auf den Beinen. Der Balkan kennt diese Geschichte gut - Teams, die schnell fallen und langsam zurückkehren, und Fans, die bleiben, auch wenn es nichts zum Anfeuern gibt.