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Eine wilde Mülldeponie in Saraj wird ein Park: Das Aufräumen ist der leichte Teil, die Pflege ist der Test

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Eine wilde Mülldeponie in Saraj wird ein Park: Das Aufräumen ist der leichte Teil, die Pflege ist der Test

Eine wilde Mülldeponie am Vardar, nahe dem Dorf Rašče in Saraj, soll bald zu einem modernen Park heranwachsen. Die Fläche, die bis vor Kurzem vernachlässigt und in eine illegale Müllkippe verwandelt war, wird jetzt gesäubert - der Beginn, so hoffen wir, jener Verwandlung, die Skopje an mehreren Stellen seit Langem erwartet.

Wilde Deponien sind eines jener Zeichen der Vernachlässigung, die überall dort auftauchen, wo die Institutionen nicht hinsehen: an Flüssen, an den Ausfahrten der Städte, an Orten, die "niemandem gehören". Wenn ein solcher Ort endlich gesäubert wird, ist das eine gute Nachricht - aber auch eine Erinnerung daran, dass es überhaupt nicht so weit hätte kommen dürfen.

Die Idee eines Parks an der Stelle einer Deponie ist symbolisch: vom hässlichsten Gesicht der Vernachlässigung zu einer Grünfläche für die Menschen. Die Frage ist, ob das Projekt zu Ende geführt wird oder ob es, wie viele "grüne" Ankündigungen, in der Phase der Räumung stecken bleibt, wonach sich der Ort langsam wieder in eine Deponie verwandelt.

Das Aufräumen ist der leichte Teil. Schwerer - und das, woran das Projekt gemessen wird - ist die Pflege: ob es dort in einigen Monaten Bänke, Bäume und Spaziergänger gibt oder nur eine neue Leere, die auf die nächste Runde Müll wartet. Saraj verdient einen Park, kein weiteres Versprechen.