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Diesel springt auf 98,50 Denar - am selben Tag, an dem Brent auf 85,7 Dollar fällt

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Diesel springt auf 98,50 Denar - am selben Tag, an dem Brent auf 85,7 Dollar fällt

Seit Mitternacht kostet Diesel 4,50 Denar mehr und liegt bei 98,50 Denar je Liter. Eurosuper BS-95 steht bei 93 Denar, BS-98 bei 95. Am selben Tag fiel an den Weltbörsen die Sorte Brent auf 85,7 Dollar je Barrel - fast drei Prozent unter dem Vortag. Die US-Sorte WTI sank auf 80 Dollar.

Also: draußen wird es billiger, hier teurer. Die Energieregulierungskommission hat eine Erklärung, und sie stimmt - die neuen Preise beruhen auf dem Durchschnitt der Vorwoche, und in der Vorwoche lag Brent bei 100 Dollar.

Das Versprechen für nächste Woche

In Ilinden darauf angesprochen, versprach Ministerpräsident Hristijan Mickoski, er erwarte kommende Woche eine „größere Senkung” der Preise. Über Verbrauchsteuern und Mehrwertsteuer wird in der Regierungssitzung am 4. August entschieden, nach Abschluss der zweiten Julihälfte.

„Sie wissen, dass wir die Verbrauchsteuern alle zwei Wochen analysieren. Wir schließen jetzt die zweite Monatshälfte ab, berechnen am Montag den Durchschnitt dafür und handeln auf Basis dieser Parameter bei den Kraftstoffpreisen”, sagte Mickoski.

Auf die Frage, ob er auch bei der Mehrwertsteuer eingreifen werde, folgte die nächste Vertagung: „Wir haben bereits einmal über die Verbrauchsteuern eingegriffen, jetzt warten wir auf den Abschluss des 31. Juli, der zweiten Monatshälfte, so steht es im Gesetz, und erst dann führen wir zusätzliche Maßnahmen ein.”

Der Mechanismus, der immer in eine Richtung hinterherhinkt

Der Zwei-Wochen-Schnitt ist gesetzlich geregelt und in beide Richtungen identisch. Der Verbraucher erlebt ihn jedoch asymmetrisch: Steigt die Börse, kommt die Erhöhung mit zwei Wochen Verzögerung an und ist längst da. Fällt die Börse, kommt auch die Senkung zwei Wochen später - nur hat er bis dahin zum höheren Preis getankt.

Im März wurden Kraftstoffe vom regulären Mehrwertsteuersatz von 18 Prozent auf den ermäßigten von 10 Prozent umgestellt. Diese Maßnahme ist bereits verbraucht. Der nächste Eingriff, falls er kommt, senkt die Haushaltseinnahmen und beseitigt die Abhängigkeit von der Börse nicht - er federt sie nur einmal ab.

Mickoski behauptet, Mazedonien habe mit Abstand die niedrigsten Diesel- und Benzinpreise in der Region und in Europa. Laut den Vergleichen haben Griechenland und Albanien das teuerste Benzin, Albanien und Serbien den teuersten Diesel. Der niedrigste Preis in der Region und der niedrigste Preis gemessen am Geldbeutel sind allerdings zweierlei - es kommt darauf an, mit wie viel man in diese Rechnung geht.