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Diesel bei 98,50 Denar: Mit einem mazedonischen Gehalt kaufst du 503 Liter, mit einem kroatischen 950

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Diesel bei 98,50 Denar: Mit einem mazedonischen Gehalt kaufst du 503 Liter, mit einem kroatischen 950

Seit Mitternacht sind die Kraftstoffe erneut teurer. Eurosuper BS-95 kostet 93,00 Denar pro Liter, BS-98 liegt bei 95,00 Denar, und Eurodiesel hat 98,50 Denar erreicht - ein Sprung um 4,50 Denar auf einen Schlag. Extra leichtes Heizöl für Haushalte kostet 98,00 Denar, fünf Denar mehr pro Liter.

Diesel ist damit in Reichweite der hundert Denar. Hundert Denar für einen Liter Diesel, in einem Land mit einem durchschnittlichen Nettolohn von 49.544 Denar.

Diese Zahlenkombination ergibt eine Rechnung, die mehr wert ist als jede Analyse. Ein mazedonisches Durchschnittsgehalt kauft rund 533 Liter Benzin oder etwa 503 Liter Diesel. Ein kroatisches Durchschnittsnettogehalt von 1.552 Euro kauft rund 1.000 Liter Benzin oder etwa 950 Liter Diesel, denn dort kostet Benzin rund 1,55 Euro und Diesel rund 1,63 Euro pro Liter.

Die Differenz beträgt etwa 467 Liter Benzin und 447 Liter Diesel. Gleiche Arbeit, gleiches Auto, gleiches Ziel - der kroatische Fahrer kommt fast doppelt so weit.

Eine volle Tankfüllung

Eine 50-Liter-Tankfüllung Benzin kostet in Mazedonien 4.650 Denar, also 9,4 Prozent des Durchschnittslohns. Dieselbe Füllung kostet in Kroatien rund 78 Euro, also 5,0 Prozent des dortigen Durchschnittslohns. Ein Mazedonier gibt für einen Tank folglich einen fast doppelt so großen Anteil seines Monatseinkommens aus.

Um diesen Abstand zu halten, hat Kroatien zuletzt über Preisregulierung und gesenkte Abgaben eingegriffen. Hierzulande stützen sich die Berechnungen des Regulierers auf einen längeren Zeitraum durchschnittlicher Börsenpreise - weshalb der Inlandspreis auch dann steigen kann, wenn die Weltmärkte gerade einen vorübergehenden Rückgang verzeichnen.

Der Effekt von 4,50 Denar pro Liter Diesel endet nicht beim Autofahrer. Ein Taxifahrer mit 30 Litern Verbrauch am Tag zahlt jeden Tag 135 Denar mehr. Ein Landwirt, der 200 Liter für einen Arbeitsgang tankt - 900 Denar mehr. Ein Spediteur, der Lebensmittel in den Supermarkt fährt, rechnet dieselbe Differenz in seinen Preis ein.

Von der Regulierungskommission für Energie haben wir die Entscheidung. Ohne Antwort bleibt die Frage, ob es neben der Berechnungsformel überhaupt eine dämpfende Maßnahme gibt - oder ob dem Bürger als einzige Option bleibt, weniger zu fahren.