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Gostivar hat einen neuen Chef bei „Komunalec”: die Vorgängerin sitzt wegen des vergifteten Wassers in Haft

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Gostivar hat einen neuen Chef bei „Komunalec”: die Vorgängerin sitzt wegen des vergifteten Wassers in Haft

Der Gostivarer Versorgungsbetrieb „Komunalec” hat wieder eine Leitung. Bürgermeister Valjbon Limani ernannte Almir Dauti zum kommissarischen Direktor - anstelle der Direktorin, die am 21. Juli festgenommen wurde und sich in Untersuchungshaft befindet.

Dauti ist 49, studierter Ökonom, seit über 15 Jahren im Betrieb und die letzten sieben Jahre Leiter der Handelsabteilung. Das Mandat ist befristet - Limani sagte offen, er habe den Abteilungsleitern vorgeschlagen, einen aus ihren Reihen zu bestimmen, der die Funktion „in den nächsten zwei Monaten” ausübt.

Warum der Betrieb ohne Direktor dastand

Die frühere Direktorin Arta Asani und zwei weitere „Komunalec”-Führungskräfte - Leon Uredini und Vaedine Dervisi - stehen im Verdacht schwerer Umweltdelikte. Laut Ermittlungen ordneten sie an, Tauchpumpen in einen Kanal mit verschmutztem Oberflächenwasser nahe der Überlaufkammer zu setzen. Das führte zur Vergiftung der städtischen Wasserversorgung und zu einer Enterokolitis-Epidemie. Das Strafmaß reicht von vier bis zwanzig Jahren Haft.

Das ist also keine gewöhnliche Personalie. Das ist ein Betrieb ohne Führung, weil seine Spitze in Haft sitzt - wegen der Vergiftung genau dessen, wofür der Betrieb existiert: des Trinkwassers einer ganzen Stadt.

Zwei Monate, und danach?

Limani begründete die Ernennung damit, dass der Betrieb auch andere Aufgaben erfüllt und jemanden braucht, der die Funktion ausübt. Stimmt. Ein Versorgungsbetrieb funktioniert nicht ohne Unterschrift.

Doch die Formulierung „in den nächsten zwei Monaten” verrät auch das Ungesagte: Niemand weiß, wie es juristisch mit der bisherigen Führung weitergeht, oder wann und wie über eine dauerhafte Lösung entschieden wird. Dauti kommt aus dem Haus selbst - 15 Jahre drinnen, sieben davon in leitender Position. Das ist ein Vorteil, wenn man das System kennt. Es ist auch eine Frage: Wie tief im System darf man suchen, wenn man jemanden braucht, der eben dieses System aufräumt?

Die Menschen in Gostivar dürfen unterdessen weiterhin kein Leitungswasser trinken.