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40 Prozent mehr Fluggäste, 6,9 Prozent mehr Touristen: zwei Zahlen, die nicht dasselbe sind

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40 Prozent mehr Fluggäste, 6,9 Prozent mehr Touristen: zwei Zahlen, die nicht dasselbe sind

Laut dem jüngsten Bericht „Tourism Watch” der Weltbank verzeichnet Mazedonien im ersten Quartal 2026 ein Wachstum der Flugankünfte von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit zählt das Land zu den erfolgreichsten Volkswirtschaften mit niedrigem und mittlerem Einkommen in der Region Europa und Zentralasien.

Dahinter folgen Moldau mit 21 Prozent und Bosnien und Herzegowina mit 20 Prozent. Montenegro, Aserbaidschan und Albanien verzeichnen dagegen einen Rückgang der per Flugzeug angereisten Passagiere.

Die zwei Zahlen sind nicht dasselbe

Hier lohnt eine Unterscheidung, die in Pressemitteilungen oft verloren geht. Das Wachstum der Flugankünfte beträgt 40 Prozent. Das Wachstum der touristischen Ankünfte im selben Zeitraum beträgt 6,9 Prozent.

Das ist kein Widerspruch - es sind zwei verschiedene Kennzahlen. Mehr Menschen kommen mit dem Flugzeug, doch die Gesamtzahl der Gäste steigt deutlich moderater. Ein Teil des neuen Flugverkehrs sind Menschen, die früher anders anreisten: mit dem Bus, dem Auto, über Nachbarflughäfen. Für die Flughäfen und die Anbindung ist das ein echter Erfolg - aber nicht automatisch 40 Prozent mehr Touristen in den Hotels.

Jeder liest es, wie es ihm passt

Ministerpräsident Hristijan Mickoski erwähnte den Bericht in Ilinden zusammen mit Wirtschaftszahlen: Die mazedonische Wirtschaft wachse real um 3,5 Prozent, während der größte Handelspartner, die Europäische Union, um rund 1,4 Prozent und die Eurozone um rund 1,25 Prozent wachse. Er behauptet, in zwei Jahren das nominale BIP um etwa 4,65 Milliarden Dollar gesteigert zu haben - gegenüber 4,5 Milliarden in sechs Jahren der Vorgängerregierung.

Vizepremier und Verkehrsminister Aleksandar Nikoloski betonte, Subventionen für neue Fluglinien hätten die Anbindung an europäische Ziele verbessert, und der Flughafen Ohrid habe an einem Tag über 3.000 Passagiere abgefertigt - für einen Flughafen dieser Größe eine ernstzunehmende Zahl.

„Der Weltbankbericht ist zusätzliche Motivation für mehr Arbeit und Engagement. Der Erfolg des Flugverkehrs in Mazedonien wird durch konkrete Zahlen anerkannt und bestätigt”, sagte Nikoloski.

Was sich in sechs Monaten zu prüfen lohnt

Subventionen für Fluglinien sind eine Haushaltsausgabe. Sie bringen Passagiere - das zeigt der Bericht. Selten gestellt wird die Frage, was ein zusätzlicher Passagier kostet und was von diesem Passagier im Land bleibt.

Mickoski erwartet, dass sich das Tourismuswachstum in den BIP-Zahlen des zweiten Quartals niederschlägt. Dann wird der Vergleich möglich: Wie viel der 40 Prozent wurde zu Übernachtungen, Konsum und Einnahmen - und wie viel blieb Statistik auf der Startbahn.