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Feuer bei Veles hüllt die Autobahn in Rauch: zwei Flugzeuge, sechs Feuerwehrleute und Dorfbewohner mit Schaufeln

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Feuer bei Veles hüllt die Autobahn in Rauch: zwei Flugzeuge, sechs Feuerwehrleute und Dorfbewohner mit Schaufeln

Das Feuer, das am Nachmittag bei Dorutovec unweit von Veles ausbrach, direkt neben der Tankstelle am Ortseingang, hatte sich bis zum Abend so weit ausgedehnt, dass der Rauch die Autobahn Richtung Stip verschluckte. Nicht die Flammen - der Rauch. Autofahrer fuhren dort durch einen grauen Vorhang, der die Sicht auf wenige Dutzend Meter reduzierte.

Die Direktion für Schutz und Rettung setzte ihre beiden „Air Tractor”-Flugzeuge ein. Am Boden: sechs Feuerwehrleute aus Veles mit zwei Fahrzeugen, ein Tankwagen des Versorgungsbetriebs „Derven” und Anwohner aus dem Dorf Calosevo. Macht zwei Flugzeuge, zwei Fahrzeuge, sechs Mann und Dorfbewohner mit Schaufeln - gegen ein Feuer, das mit Rückenwind auf eine Fernstraße zuläuft.

Wenn der Rauch zum größeren Problem wird als das Feuer

Offiziell teilte die Direktion mit, die Gefahr sei zurückgegangen. Im selben Satz bat sie das Innenministerium um Unterstützung bei der Verkehrsregelung. Beides passt schlecht zusammen. Wenn die Gefahr gesunken ist, wozu braucht die Autobahn dann Polizei? Die Antwort: Die Feuerlinie breitete sich trotz des Einsatzes weiter aus. Übersetzt heißt das, die Lage ist teilweise unter Kontrolle - nicht unter Kontrolle.

Die aussagekräftigste Zahl stammt nicht aus Veles. Bis 18 Uhr wurden landesweit neun Vegetationsbrände registriert. Vier davon brannten noch. Fünf waren gelöscht. Das ist die Bilanz eines einzigen Julitags - nicht einer Saison.

Jeden Sommer dasselbe Bild: Flugzeuge, die starten, wenn das Feuer längst läuft. Feuerwehrleute, die man an den Fingern abzählt. Und Dorfbewohner, die faktisch weiter Teil des Einsatzplans sind. Die Direktion sagt, der Krisenstab beobachte die Lage laufend. Beobachtung ist nützlich. Die Frage ist, ob jemand auch die Kapazitäten beobachtet - wie viele Flugzeuge, wie viele Fahrzeuge, wie viele Leute am 28. Juli im Dienst sind, wenn die Dürre ihren Höhepunkt erreicht.

Für die Fahrer Richtung Stip ist das ohnehin Theorie. Sie sahen nur, wie die Autobahn im Rauch verschwand - und auf der anderen Seite der Leitplanke das Feuer.