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Ermittlungen gegen fünf Personen wegen Verbreitung von Propaganda des Islamischen Staates im Internet

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Ermittlungen gegen fünf Personen wegen Verbreitung von Propaganda des Islamischen Staates im Internet

Die Staatsanwaltschaft für organisierte Kriminalität und Korruption hat Ermittlungen gegen fünf Personen eingeleitet, die verdächtigt werden, im Internet Propaganda für die Terrororganisation Islamischer Staat verbreitet zu haben. Die Verdächtigen sind 22 bis 34 Jahre alt.

Der Fall ist, so fern er klingt, eine Erinnerung daran, dass Radikalisierung längst nichts mehr ist, das "irgendwo auf einem anderen Kontinent" geschieht. Sie geschieht online, in Sprachen, die wir verstehen, und oft bei jungen Menschen Anfang zwanzig - dem Alter, in dem man sich am leichtesten in fremde Erzählungen ziehen lässt, die als Sache verpackt sind.

Die Frage, die solche Ermittlungen immer aufwerfen, ist, ob die Reaktion früh genug kommt. Propaganda, die sich monatelang im offenen Internet verbreitet, ist für niemanden ein Geheimnis - sie ist sichtbar, indexiert, geteilt. Die Institutionen reagieren, wenn eine Ermittlung eingeleitet wird, aber wie viel Zeit verging davor? Und noch wichtiger - was tut die Gesellschaft für die Jungen, damit sie nicht an den Punkt gelangen, an dem fremde Propaganda verlockender erscheint als die eigene Zukunft?