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FIFA ändert die Regeln vor der WM: Schluss mit gespielten Torwartverletzungen, VAR mit mehr Macht

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FIFA ändert die Regeln vor der WM: Schluss mit gespielten Torwartverletzungen, VAR mit mehr Macht

Die WM in den USA, Kanada und Mexiko steht vor der Tür, und die FIFA beschloss, die Regeln kurz vor Beginn zu ändern - und gleich mehrere auf einmal. Das Ziel, so die Spitze, sei es, das Zeitspiel zu verkürzen und strittige Entscheidungen zu reduzieren. Die Frage ist, ob die Regeln das tun werden oder nur neue Felder für Streit schaffen.

Die interessanteste Änderung betrifft einen Trick so alt wie der Fußball selbst: Der Torwart „verletzt" sich in einem Schlüsselmoment, liegt auf dem Rasen, und während die Ärzte kommen, versammeln sich die Spieler beider Teams um die Bänke und hören dem Trainer zu. Bei der WM wird das nicht mehr erlaubt sein. Wenn der Torwart behandelt wird, müssen die Spieler auf dem Platz bleiben - keine informelle Auszeit auf Kosten der „Verletzung".

Schiedsrichter-Chef Pierluigi Collina bestätigte, dass die Trainer aller 48 Nationalmannschaften bereits informiert wurden, dass die Schiedsrichter bei diesen Versammlungen strenger sein werden. „Die Schiedsrichter werden proaktiv vorgehen, um solche Gruppierungen zu verhindern", sagte Collina. Was nicht heißt, dass den Trainern kein Weg bleibt, den Spielern eine Botschaft zu übermitteln - es heißt nur, dass sie das nicht mehr über eine gespielte Verletzung tun.

Die zweite große Änderung ist die Ausweitung der VAR-Zuständigkeiten. Bisher durften Videoschiedsrichter bei Fouls, die vor einem Eckstoß oder Freistoß begangen wurden, nicht eingreifen. Nun, wenn ein Angreifer vor der Spielfortsetzung ein Foul begeht - etwa einen Verteidiger unerlaubt blockt - und das ein Tor, einen Elfmeter oder eine Karte direkt beeinflusst, kann der VAR reagieren. In solchen Fällen ordnet der Schiedsrichter die Wiederholung des Eckstoßes an, statt das Tor anzuerkennen.

Es gibt auch kleinere Schritte gegen Zeitspiel: strengere Begrenzungen bei Einwurf und Abstoß, ein ausgewechselter Spieler muss den Platz binnen 10 Sekunden verlassen, und wer abseits des Platzes behandelt wurde, muss mindestens 60 Sekunden draußen bleiben, bevor er zurückkehrt. Und noch ein Punkt, der für Diskussionen sorgen wird - Spieler, die sich bei einem Streit mit einem Gegner den Mund zuhalten, können eine Rote Karte bekommen, weil die FIFA das als Versuch sieht, beleidigende Sprache zu verbergen.

Auf dem Papier klingt all das vernünftig. Auf dem Platz bedeutet jede neue Regel auch eine neue Chance für einen Schiedsrichterfehler - und die WM ist genau der Ort, an dem eine falsche Entscheidung jahrelang in Erinnerung bleibt. Werden die Regeln den Fußball schneller und gerechter machen, oder nur neuen Stoff für Streit nach den Spielen liefern?