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Sechs Männer stürmten ein Haus bei Strumica und verprügelten eine Familie mit Kindern: Der Hausherr schoss in die Luft, damit Hilfe kommt

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Sechs Männer stürmten ein Haus bei Strumica und verprügelten eine Familie mit Kindern: Der Hausherr schoss in die Luft, damit Hilfe kommt

Sechs Männer, eine Familie und zwei minderjährige Kinder im Haus. In der Nacht zum 24. Juli, gegen 21:20 Uhr, geschah im Dorf Saraj bei Strumica etwas, das die Polizeiberichte „Gewalt” nennen. Wer die Liste der Initialen liest, weiß: Es war deutlich mehr.

Nach Angaben der Polizei drangen die Verdächtigen gewaltsam in das Haus von K.Gj. ein und griffen K.Gj., Z.Gj., R.Gj., V.Gj., B.M., B.Gj. sowie zwei Minderjährige körperlich an. Mehrere erlitten Verletzungen. Zwei der Angreifer versuchten laut Ermittlungen, R.Gj. gegen ihren Willen aus dem Haus zu bringen. Deshalb kommt zur Gewalt noch der Vorwurf der Freiheitsberaubung.

Strafanzeigen wurden gegen B.D. (22), T.J. (49), S.D. (47), V.M. (36), G.T. (42) und M.T. (21) gestellt, alle aus dem Nachbardorf Prosenikovo. Sechs Personen, drei Generationen, von einundzwanzig bis neunundvierzig Jahren. Das ist kein Einzelner, dem der Kragen platzt. Das ist eine organisierte Gruppe, die wusste, wohin sie geht und wen sie sucht.

Mit dem Eintreffen der Polizei war die Sache nicht vorbei. Einer der Verdächtigen, B.D., griff zwei Polizeibeamte an. Dafür folgte die dritte Anzeige - Angriff auf einen Amtsträger im Sicherheitsdienst. Wenn jemand einen uniformierten Beamten angeht, beantwortet sich die Frage, wie viel Respekt er vorher vor der Polizei hatte, von selbst.

Das schwerste Detail kommt zum Schluss. Der Hausherr K.Gj. trat auf die Terrasse und gab mit einem Jagdgewehr zwei Schüsse in die Luft ab. Nicht um jemanden zu töten - sondern um gehört zu werden. Im Dorf, um 21:20 Uhr, mit sechs Männern in seinem Haus, rechnete er sich aus: Der schnellste Weg zu Hilfe ist ein Schuss in den Himmel. Und nach vollständiger Dokumentation des Falls, teilen die Behörden mit, wird auch gegen ihn Anzeige erstattet.

Formal stimmt das - unbefugter Waffengebrauch ist eine Straftat. Aber zwischen formal richtig und gerecht liegt ein Unterschied, und diesen Unterschied füllt die Staatsanwaltschaft, nicht das Polizeiprotokoll. Offen bleibt eine andere Frage: Wie viel Zeit verging zwischen dem ersten Schlag und dem Eintreffen der Polizei? Und warum muss ein Mann im eigenen Haus, mit Kindern darin, schießen, um diese Minute zu verkürzen?

Alle Verdächtigen befinden sich in der Polizeistation Strumica, der Staatsanwalt ist informiert. Die Ermittlungen laufen. Sie werden zeigen, ob es ein spontaner Konflikt zwischen zwei Dörfern war oder etwas, das länger schwelte - und ob jemand zuvor Drohungen gemeldet hat, die in einer Schublade landeten.