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Zwanzig Stunden Kampf gegen das Feuer bei Prilep: Treskavec gerettet, doch an derselben Stelle brennt es jedes Jahr

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Zwanzig Stunden Kampf gegen das Feuer bei Prilep: Treskavec gerettet, doch an derselben Stelle brennt es jedes Jahr

Mehr als zwanzig Stunden. So lange brauchten die Feuerwehrleute aus Prilep, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen, das am 26. Juli um 16:16 Uhr im Gebiet Zagrad-Varoš oberhalb der Stadt gemeldet wurde. Sie arbeiteten die Nacht durch bis Mitternacht, dann wieder ab drei Uhr morgens.

Verbrannt sind trockenes Gras, ein Ferienhaus und rund 25 Hektar Haselnussplantage. Der Eigentümer dieser Plantage bekommt keine Pressemitteilung über einen erfolgreichen Einsatz - er zählt den Schaden. Doch bedenkt man, wie schnell sich Feuer auf felsigem Gelände mit niedriger, trockener Vegetation ausbreitet und wie nah das Kloster Treskavec liegt, hätte die Rechnung weit höher ausfallen können.

Das ist der entscheidende Teil: Eine Schutzschneise wurde angelegt, die Gefahr für das Kloster ist gebannt. Treskavec ist nicht bloß ein Gebäude mit rotem Dach auf einem Felsen über Prilep. Es ist eines der ältesten lebendigen Heiligtümer des mazedonischen Kulturerbes. Acht Einsatzkräfte blieben vor Ort, um ein Wiederaufflammen der Glutnester zu verhindern.

Die Kommune erklärt, alle Maßnahmen liefen in Abstimmung mit der Direktion für Schutz und Rettung, dem Krisenmanagementzentrum und dem Gemeindestab. Bewohner und Eigentümer von Grundstücken und Ferienhäusern in diesem Teil der Gemeinde werden zu besonderer Vorsicht aufgerufen.

Ein Detail in den Berichten verdient mehr Aufmerksamkeit als alles andere: An dieser Stelle brennt es jedes Jahr. Jedes. Das heißt: Wir wissen, wo das Risiko liegt, wir wissen, wann es auftritt, und wir wissen, dass das Gelände felsig und schwer zugänglich ist. Die Frage, die auf keiner Pressekonferenz gestellt wird: Warum reagiert man an einem Ort mit bekannter jährlicher Wiederholung immer noch mit einem Zwanzig-Stunden-Einsatz statt mit Prävention - Entfernen der trockenen Vegetation, Brandschneisen, markierte Zufahrtswege?

Die Feuerwehr hat ihren Teil erledigt, und zwar gut. Der Rest ist Sache derer, die planen und Haushalte unterschreiben. Der nächste Sommer kommt in elf Monaten.